7 ungewöhnliche Ausbildungsberufe

7 ungewöhnliche Ausbildungsberufe

In Deutschland gibt es aktuell 327 anerkannte Ausbildungsberufe. Und im Jahr 2018 wurden rund 530.000 neue Ausbildungsverträge geschlossen. Doch es sind gerade einmal zehn Ausbildungsberufe, die ganz klar den Ton angeben. Sie machen etwa ein Drittel aller Ausbildungsverträge aus.

7 ungewöhnliche Ausbildungsberufe

Natürlich sind Einzelhandelsfachleute, Elektroniker, Kaufleute für Büromanagement, Kfz-Mechatroniker oder Zahnmedizinische Fachangestellte spannende Berufsfelder. Nur ist zum einen so ein gewöhnlicher Job nicht jedermanns Sache. Und zum anderen ist die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt groß, wenn jedes Jahr so viele Nachwuchskräfte auf Jobsuche gehen.

Doch zum Glück ist die Welt der Ausbildungsberufe sehr vielfältig. Wer beruflich etwas machen möchte, das nicht alltäglich ist, wird sicher fündig. In der folgenden Liste stellen wir sieben ungewöhnliche Ausbildungsberufe vor.

Wer weiß, vielleicht ist da ja schon das Richtige dabei?!:

  1. Die Bestattungsfachkraft

Berührungsängste sollte ein Azubi nicht haben, wenn er als Bestattungsfachkraft arbeiten möchte. Und das gilt mit Blick auf die Lebenden wie auf die Toten gleichermaßen. Bestattungsfachkräfte organisieren nämlich Bestattungen und Trauerfeiern.

Sie beraten und betreuen die Angehörigen, erledigen alle anfallenden Formalitäten und kümmern sich darum, dass der Verstorbene einen würdevollen Abschied bekommt.

Die Ausbildung dauert drei Jahre lang und wird im Handwerk, in Industrie und Handel und auch im öffentlichen Dienst angeboten. Die durchschnittliche Vergütung beläuft sich auf etwa 900 bis 1.000 Euro monatlich. Später besteht die Möglichkeit, eine Weiterbildung zum Bestatter zu machen.

  1. Büchsenmacher/-in

Büchsenmacher klingt ein bisschen nach einem Job aus einem Western mit Cowboys und Indianern. Ganz falsch ist das auch nicht. Büchsenmacher bauen und reparieren nämlich Sport- und Jagdwaffen. Daneben montieren sie Zielfernrohre und schießen die Waffen ein.

Die Ausbildung findet im Handwerk statt und dauert drei Jahre. Die monatliche Vergütung bewegt sich, je nach Ausbildungsbetrieb und Region, in einem Rahmen zwischen 400 und 850 Euro.

  1. Destillateur/-in

Ob Whisky, Gin, Obstbrände oder Liköre: Alkoholika aus kleinen Manufakturen erleben seit einiger Zeit einen großen Boom. Destillateure stellen diese Getränke her. Dafür erzeugen sie zunächst Essenzen, Sirupe oder ätherische Öle.

Anschließend vermischen sie die Zutaten nach Rezept mit Zucker, Wasser und natürlich Alkohol. Ein ausgeprägter Geschmacks- und Geruchssinn sind für diesen Job sehr wichtig.

Die Ausbildung dauert drei Jahre und wird mit bis zu 900 Euro monatlich vergütet. Eine duale Ausbildung zum Destillateur gibt es nur hierzulande, sonst nirgends auf der Welt. Um Nachwuchskräfte zu gewinnen, werben deshalb Betriebe aus aller Welt um ausgebildete Fachkräfte aus Deutschland.

  1. Drahtzieher/-in

Im Volksmund ist ein Drahtzieher jemand, der sehr einflussreich ist und geschickt verschiedenste Aktionen plant. Er selbst bleibt aber im Hintergrund und lässt andere die Handlungen ausführen. Dabei wird ein Draht- oder auch Strippenzieher oft mit eher zwielichtigen Geschäften in Verbindung gebracht.

Den Beruf des Drahtziehers gibt es tatsächlich – und es ist ein sehr ehrenwerter Beruf. Denn der echte Drahtzieher ist weder ein zwielichtiger Hintermann noch ein Ganove. Und er ist auch kein cleverer Stratege. Vielmehr stellt er aus verschiedenen Metallen Drähte und Kabel her.

Früher wurden die Metalle von Hand zu dünnen Drähten gezogen. Daher kommt der Name. Heutzutage erfolgt das Ziehen vollautomatisch. Die Aufgabe des Drahtziehers ist deshalb, die Prozesse zu steuern und zu überwachen.

Okay, mittlerweile heißt der Beruf offiziell nicht mehr Drahtzieher. Seit 2013 nennt er sich vielmehr Fachkraft für Metalltechnik. Die Ausbildung wird in vier verschiedenen Fachrichtungen in der Industrie angeboten. Sie dauert zwei Jahre und wird mit rund 800 Euro monatlich entlohnt.

  1. Kaufmann/-frau im E-Commerce

Dieser Ausbildungsberuf wurde erst vor kurzem in die Liste der anerkannten Ausbildungsberufe aufgenommen. Entscheidet sich der Azubi für eine Berufsausbildung, gehört er somit zur ersten Generation der Fachkräfte in diesem Job.

Kaufleute im E-Commerce sind Experten für den Verkauf von Waren und Dienstleistungen im Onlinehandel. Und nachdem das Online-Shopping immer mehr an Bedeutung gewinnt und die Arbeitswelt generell zunehmend digitaler wird, dürften die Zukunftsaussichten für das neue Berufsbild sehr gut sein.

Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet in Industrie und Handel statt.

  1. Süßwarentechnologe/-in

Schokolade, Kekse, Bonbons, Fruchtgummis oder Eis: Im Jahr 2018 lag der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch an Süßigkeiten in Deutschland bei 31 Kilogramm. Süßwarentechnologen sind diejenigen, die für den Nachschub an süßen Köstlichkeiten sorgen. Sie stellen nämlich Süßwaren aller Art her.

Dabei bedienen und überwachen sie die Anlagen, die die Süßigkeiten produzieren. Außerdem kontrollieren sie die Qualität. Oft sind sie auch daran beteiligt, wenn neue Rezepte entwickelt und neue Leckereien zur Marktreife gebracht werden.

Die dreijährige Ausbildung erfolgt in der Industrie. Das Lehrlingsgehalt beläuft sich auf 600 bis 1.100 Euro pro Monat.

  1. Tierwirt/in der Fachrichtung Imkerei

In Bayern wird es sogar gesetzlich geregelt, doch in ganz Deutschland gilt: Bienen müssen geschützt werden. Tierwirte in der Fachrichtung Imkerei übernehmen genau diese Aufgabe. Sie sind eine Mischung aus Bienenretter und Imker.

So halten sie Bienen, betreuen und vermehren Bienenvölker, züchten Bienenköniginnen und behandeln Bienenkrankheiten. Außerdem gewinnen und vermarkten sie Honig und andere Produkte, die die Bienen herstellen.

Die Ausbildung wird in der Landwirtschaft angeboten und dauert drei Jahre. Allerdings zählt der Beruf zu den Exoten. Deshalb ist die Anzahl an Ausbildungsplätzen sehr klein.

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Mareike Dietzbach, 46 Jahre alt, Personalerin und Ausbilderin, sowie Simon Schneider, geboren 1981, Ausbilder und Bewerbungstrainer und Christian Gülcan als betreiber dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes zum Thema Ausbildung, Berufe, Praktikum, Berichtsheftführung mit vielen Tipps und Ratgebern für Auszubildene, Schüler und Umschüler, Studenten und Jobsuchende.
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Mareike Dietzbach, 46 Jahre alt, Personalerin und Ausbilderin, sowie Simon Schneider, geboren 1981, Ausbilder und Bewerbungstrainer und Christian Gülcan als betreiber dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes zum Thema Ausbildung, Berufe, Praktikum, Berichtsheftführung mit vielen Tipps und Ratgebern für Auszubildene, Schüler und Umschüler, Studenten und Jobsuchende.

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