Top 10 der beliebtesten Ausbildungsberufe 2018 – 2019

Top 10 der beliebtesten Ausbildungsberufe 2018 – 2019

Das Bundesinstitut für Berufsbildung, kurz BIBB, erhebt zusammen mit den zuständigen Ausbildungsstellen alljährlich die Daten über die neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge.

Ausbildungsberufe

Der Stichtag für die Erhebung ist jeweils der 30. September und erfasst werden alle Verträge, die ab dem 1. Oktober des Vorjahres bis zum Stichtag im Folgejahr geschlossen wurden.

Nebenbei ergibt sich durch die Erhebung dann auch gleich ein Ranking mit den beliebtesten Ausbildungsberufen in Deutschland. Dabei machen die zehn Berufe, die die Top Ten bilden, über ein Drittel aller Ausbildungsverhältnisse aus. Erstaunlich, was?! Klar, dass sich damit dann auch die Frage stellt, welche Jobs unter Azubis so begehrt sind.

Auf Basis der jüngsten Auswertung des BIBB kommt hier die Top 10 der beliebtesten Ausbildungsberufe:

Platz 10: Zahnmedizinische Fachangestellte

Auf dem letzten Platz in der Top-Ten-Liste landet der Ausbildungsberuf zur/m Zahnmedizinischen Fachangestellten. Wie der Name schon andeutet, arbeiten Zahnmedizinische Fachangestellte bei Zahnärzten und Kieferorthopäden, in Zahnkliniken und in ähnlichen Einrichtungen, bei denen es um die Zahngesundheit geht.

Dort assistieren sie einerseits den Ärzten. Andererseits erledigen sie Büroarbeiten und sorgen dafür, dass der Praxisbetrieb reibungslos läuft. Interessant ist, dass es hauptsächlich Frauen sind, die sich für diesen medizinischen Ausbildungsberuf entscheiden. Der Männeranteil liegt bei knapp unter zwei Prozent.

 

Platz 9: Fachinformatiker/-innen

Schon seit 2012 steigt die Anzahl der angehenden Fachinformatiker und Fachinformatikerinnen stetig an. Mit rund 13.000 Ausbildungsverträgen hat es der Beruf nun auch erstmals unter die zehn beliebtesten Ausbildungsberufe geschafft.

In dieser Liste ist dieser Ausbildungsberuf somit ein echter Newcomer. Und die Nachfrage ist weiterhin groß. Denn im Zeitalter der Digitalisierung geht es eben nicht ohne gut ausgebildete IT-Fachkräfte.

 

Platz 8: Elektroniker/-innen

Mit fast 14.000 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen landet der Beruf der/s Elektronikers/-in auf Platz Acht. Elektroniker und Elektronikerinnen arbeiten in der Industrie und im Handwerk und kümmern sich um alles, was mit Strom und Elektronik zu tun hat. Tatsächlich sind es aber vor allem männliche Azubis, die diesen Beruf ergreifen. Weibliche Azubis machen gerade einmal 2,1 Prozent aus.

 

Platz 7: Kaufleute für Groß- und Außenhandel

Ausbildungsverträge für Kaufleute im Groß- und Außenhandel wurden über 14.000 geschlossen und bescheren diesem Ausbildungsberuf damit Platz Sieben in der Liste. Groß- und Außenhandelskaufleute sind für die Abläufe zuständig, die beim Handel mit nationalen und internationalen Geschäftspartnern anfallen.

Die Zukunftsaussichten für diesen Beruf sind im Zeitalter der Globalisierung sehr gut. Knapp zwei Drittel der Azubis sind männlich, ein gutes Drittel machen weibliche Azubis aus.

 

Platz 6: Medizinische Fachangestellte

Platz Sechs belegt ein weiterer medizinischer Ausbildungsberuf, nämlich der des/r Medizinischen Fachangestellten. Über 16.000 Azubis haben im vergangenen Jahr ihre Ausbildung in diesem Beruf gestartet.

Medizinische Fachangestellte arbeiten in erster Linie in Arztpraxen, aber auch in anderen Gesundheitseinrichtungen. Sie gehen den Ärzten bei Behandlungen zur Hand und kümmern sich um organisatorische Aufgaben im Praxisbetrieb. Dabei ist auch dieser Ausbildungsberuf eine Frauendomäne: Satte 97,6 Prozent aller Azubis sind weiblich.

Platz 5: Industriekaufleute

Bei den künftigen Industriekaufleuten ist das Verhältnis zwischen Männern und Frauen ziemlich ausgewogen. Unter den 18.000 Azubis, die in ihre Berufsausbildung starteten, waren zwar etwas mehr als die Hälfte weiblich. Aber so groß war der Unterschied nicht.

Industriekaufleute arbeiten in den verschiedensten Branchen und Wirtschaftszweigen. Dabei planen, erledigen und überwachen sie unterschiedliche Aufgaben im kaufmännischen Bereich.

 

Platz 4: Kfz-Mechatroniker/-innen

Auch wenn die moderne Variante nicht mehr viel mit dem klassischen Autoschrauber zu tun hat, ist der Beruf des/r Kfz-Mechatronikers/-in nach wie vor sehr beliebt.

Und zwar so beliebt, dass sich über 22.000 Azubis für eine Ausbildung entschieden haben. Doch so modern die Arbeit an heutigen Autos auch ist: Am klassischen Rollenverhältnis hat sich nichts geändert. Über 95 Prozent der Azubis sind männlich, weibliche Azubis machen gerade einmal knapp über vier Prozent aus.

 

Platz 3: Verkäufer/-innen

Trotz ungünstiger Arbeitszeiten und nicht der allerbesten Bezahlung ist der Einzelhandel gefragt. Dabei landet der Beruf des/r Verkäufers/-in auf dem dritten Platz der beliebtesten Ausbildungsberufe. Fast 23.000 Ausbildungsverträge wurden geschlossen.

Das Verhältnis zwischen Frauen und Männern hält sich fast die Waage, mit einem kleinen Vorsprung für weibliche Azubis. Verkäufer und Verkäuferinnen stehen in regem Kontakt mit Kunden. Sie beraten, kümmern sich um den Service und kassieren. Daneben präsentieren sie die Waren im Geschäft, räumen die Regale ein, wirken an der Ladendekoration mit und machen Vorschläge zum Sortiment.

 

Platz 2: Einzelhandelskaufleute

Auch der zweite Platz geht an den Einzelhandel, dieses Mal an Einzelhandelskaufleute. Und wie bei den Verkäufern ist die Geschlechterverteilung unter den Kaufleuten für Einzelhandel ebenfalls sehr ausgewogen.

Insgesamt wurden gut 24.000 Ausbildungsverträge für diesen Beruf unterschrieben. Einzelhandelskaufleute arbeiten überwiegend in den Verkaufsräumen, sind aber auch für Aufgaben im Büro und im Lager zuständig.

 

Platz 1: Kaufleute für Büromanagement

Der beliebteste Ausbildungsberuf im Jahr 2017 war der/die Kaufmann/-frau für Büromanagement. Über 28.000 Azubis begannen ihre Ausbildung. Mit einem Frauenteil von über 72 Prozent sind weibliche Azubis dabei klar in der Überzahl.

Kaufleute für Büromanagement sorgen dafür, dass im Büro alles so läuft, wie es soll. Arbeitsplätze finden sie praktisch überall dort, wo es ein Büro gibt – im Kleinbetrieb also genauso wie im Riesenkonzern.

 

Übrigens:

Ein Vergleich der Ranglisten aus den vergangenen Jahren zeigt, dass es hier wenig Veränderungen gibt. Meist bleibt es bei den gleichen Ausbildungsberufen. Neueinsteiger wie der/die Fachinformatiker/-in sind eine seltene Ausnahme.

Und auch was die Rollenverteilung angeht, halten sich die Azubis ziemlich an die traditionellen Muster. Das BIBB weist an dieser Stelle aber darauf hin, dass das nicht nur mit den Interessen und Vorlieben der Azubis zusammenhängt. Vielmehr spielt einfach auch eine Rolle, wo es welche Lehrstellen gibt und wer sie bekommt.

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Veröffentlicht von

Simon Schneider & Mareike Dietzbach

Mareike Dietzbach, 46 Jahre alt, Personalerin und Ausbilderin, sowie Simon Schneider, geboren 1981, Ausbilder und Bewerbungstrainer, schreiben hier Wissenswertes zum Thema Ausbildung, Berufe, Praktikum, Berichtsheftführung mit vielen Tipps und Ratgebern für Auszubildene, Schüler und Umschüler, Studenten und Jobsuchende.

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