Infos und 5 Tipps für einen gelungenen Besuch von Ausbildungsmessen, Teil 1

Infos und 5 Tipps für einen gelungenen Besuch von Ausbildungsmessen, Teil 1

Ausbildungsmessen gibt es zwar schon lange. Doch in den vergangenen Jahren haben sie einen echten Aufschwung erlebt. Ein Grund dafür ist, dass es vielen Unternehmen schwer fällt, geeigneten Nachwuchs zu finden. Obwohl die Suche nach einem Ausbildungsplatz nicht bei allen Schulabgängern erfolgreich ist, bleiben regelmäßig sehr viele Lehrstellen unbesetzt.

Ausbildungsmessen

In den vergangenen Jahren war es sogar so, dass es mehr freie Ausbildungsplätze gab als junge Erwachsene ohne Lehrstelle. Im ersten Moment scheint das ein bisschen widersprüchlich zu sein. Schließlich suchen die Unternehmen nach Azubis und die künftigen Azubis nach Lehrstellen.

Es sollte also kein Problem sein, dass Firmen und Lehrlinge zueinanderfinden. Doch ganz so einfach ist eben nicht. Denn zum einen spielt der Beruf selbst eine große Rolle. So gibt es Ausbildungsberufe und Studiengänge, die sehr beliebt sind und große Bewerberzahlen verzeichnen. Andere Jobs hingegen sind für Bewerber weniger interessant und die entsprechenden Branchen finden einfach keine Lehrlinge.

Zum anderen fällt der Wohn- und Standort ins Gewicht. Während in einigen Regionen die Nachfrage größer ist als das Angebot, herrscht in anderen Gegenden ein echter Azubi-Mangel. Nicht zuletzt kommt dazu, dass Azubi, Unternehmen und Job einfach zusammenpassen und die gegenseitigen Anforderungen und Erwartungen erfüllen müssen.

An dieser Stelle kommen die Ausbildungsmessen ins Spiel. Sie bieten eine Plattform, um Kontakte zu knüpfen, sich auszutauschen und Fragen zu klären. So können sie für beide Seiten neue Möglichkeiten eröffnen. Nur: Wie können künftige Lehrlinge Ausbildungsmessen für sich nutzen? Was sollten sie beachten?

In einem zweiteiligen Beitrag haben wir Infos und Tipps für einen gelungenen Besuch von Ausbildungsmessen zusammengetragen:

Messe Berufsausbildung

 

Die Ziele von Unternehmen auf Ausbildungsmessen

Ausbildungsmessen ermöglichen Unternehmen, sich als Arbeitgeber vorzustellen. Das ist vor allem für Firmen und Branchen hilfreich, die weniger bekannt sind, bei Bewerbern auf kein allzu großes Interesse stoßen oder ein eher schlechtes Image haben. Ein informativer Messestand eröffnet ihnen die Möglichkeit, Vorurteile aus der Welt zu schaffen und die positiven Aspekte aufzuzeigen.

Das können zum Beispiel interessante Aufgabenbereiche, gute Karrierechancen und spannende Weiterentwicklungsmöglichkeiten sein. Oft stellt sich beim persönlichen Kontakt heraus, dass ein Beruf oder eine Branche viel attraktiver ist, als gedacht. Der angehende Azubi sollte bei seinem Messebesuch also die Augen offen halten und sich ruhig auch über Jobs informieren, die er so vielleicht gar nicht auf dem Schirm hatte.

Aber auch große Konzerne und namhafte Arbeitgeber sind auf Ausbildungsmessen natürlich vertreten. Denn sie möchten sich ebenfalls präsentieren, für sich werben und die besten Kandidaten für sich gewinnen. Viele Betriebe nutzen Ausbildungsmessen, um sich mögliche Lehrlinge schon einmal anzuschauen und im Blick zu behalten. Durch den Messebesuch hat der Besucher so die Möglichkeit, die Grundlage für eine erfolgreiche Bewerbung zu schaffen.

Unternehmen geht es auf Ausbildungsmessen also in erster Linie darum,

  • über Berufe und Jobperspektiven zu informieren.
  • Interesse für die Branche und den Betrieb zu wecken.
  • sich als Arbeitgeber vorzustellen.
  • Infos zur Ausbildung und den beruflichen Möglichkeiten zu vermitteln.
  • erste Kontakte zu potenziellen Azubis zu knüpfen.

Was der künftige Azubi vom Besuch einer Ausbildungsmesse hat

Selbstverständlich hat auch der künftige Berufseinsteiger etwas von dem Angebot, das eine Ausbildungsmesse bereithält. Das gilt unabhängig davon, ob und wie sehr er sich schon mit dem Thema Berufswahl auseinandergesetzt hat. Weiß er bereits ziemlich genau, in welche berufliche Richtung es gehen soll, kann er sich über Unternehmen der Branche informieren und erste Kontakte knüpfen.

Vielleicht erfährt er auch den einen oder anderen Aspekt über seinen Wunschberuf, den er so noch nicht wusste. Hat der künftige Azubi noch keine genaue Vorstellung davon, was er beruflich machen will, kann er die Ausbildungsmesse nutzen, um sich einen Überblick zu verschaffen. Er kann sich verschiedene Branchen anschauen, unterschiedliche Berufe kennenlernen und sich allgemein zu Ausbildungen beraten lassen.

Ein optimaler Zeitpunkt für den Besuch einer Ausbildungsmesse ist deshalb, wenn das Ende der Schulzeit allmählich näher rückt und die Orientierungsphase so langsam Fahrt aufnimmt. Viele Schulen organisieren in dieser Zeit von sich aus Besuche von Ausbildungsmessen, an denen dann die ganze Klasse teilnimmt. Falls nicht, kann der Schüler seinem Klassenlehrer den Vorschlag machen. Ansonsten kann der künftige Azubi natürlich auch alleine zur Ausbildungsmesse gehen oder einen Besuch zusammen mit Freunden oder den Eltern planen.

Wichtig ist aber, dass sich der Besucher keine falschen Hoffnungen macht.

Eine Ausbildungsmesse ist in erster Linie eine Informationsveranstaltung und eine Kontaktbörse. Aber sie ist kein Center zur Nachwuchsgewinnung. Mit einem konkreten Jobangebot, einer Stelle als Praktikant oder gar einem Ausbildungsvertrag in der Tasche wird der Besucher die Ausbildungsmesse nicht verlassen. Tatsächlich ist das aber auch gar nicht das Ziel einer Ausbildungsmesse.

Allerdings kann der Besucher die Gelegenheit nutzen, um sich bei Ausbildungsbetrieben vorzustellen und einen ersten positiven Eindruck zu hinterlassen. Durch den persönlichen Kontakt hat er außerdem einen Ansprechpartner, an den er später seine Bewerbung schicken kann. Zumindest kann er im Bewerbungsanschreiben das Gespräch auf der Ausbildungsmesse erwähnen. So hat er auf jeden Fall schon einmal einen gelungenen Einstieg für seine Bewerbung.

Im nächsten Teil verraten wir fünf konkrete und ganz praktische Tipps, wie der Besuch einer Ausbildungsmesse zum Erfolg wird.

Mehr Ratgeber, Anleitungen und Tipps:

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Inhaber bei Artdefects Media Verlag
Mareike Dietzbach, 46 Jahre alt, Personalerin und Ausbilderin, sowie Simon Schneider, geboren 1981, Ausbilder und Bewerbungstrainer und Christian Gülcan als betreiber dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes zum Thema Ausbildung, Berufe, Praktikum, Berichtsheftführung mit vielen Tipps und Ratgebern für Auszubildene, Schüler und Umschüler, Studenten und Jobsuchende.
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Mareike Dietzbach, 46 Jahre alt, Personalerin und Ausbilderin, sowie Simon Schneider, geboren 1981, Ausbilder und Bewerbungstrainer und Christian Gülcan als betreiber dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes zum Thema Ausbildung, Berufe, Praktikum, Berichtsheftführung mit vielen Tipps und Ratgebern für Auszubildene, Schüler und Umschüler, Studenten und Jobsuchende.

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