Die richtige Lehrstelle finden – Infos und Tipps

Die richtige Lehrstelle finden – Infos und Tipps

Im Idealfall ist der Ausbildungsvertrag schon längst in der Tasche, wenn die Abschlussprüfungen in der Schule anstehen. So kann der Azubi, ohne die Zeit irgendwie überbrücken zu müssen, direkt nach der Schule mit einer Ausbildung in seine berufliche Zukunft starten.

Doch ein solch nahtloser Übergang setzt voraus, dass der angehende Azubi seine Suche nach einem Ausbildungsplatz rechtzeitig in Angriff genommen hat. Und dass er sich früh genug damit beschäftigt hat, welchen Beruf er überhaupt erlernen möchte.

Andererseits ist es mit der richtigen Strategie gar nicht so schwer, die berufliche Zukunft in die Hand zu nehmen.

 

Der folgende Ratgeber gibt Infos und Tipps dazu:

 

Die richtige Lehrstelle finden – mit einem Vier-Stufen-Plan

Ausbildungsexperten empfehlen, sich schon sehr früh mit der Suche nach einem Ausbildungsplatz zu beschäftigen. Wenn das vorletzte Schuljahr beginnt, ist ein guter Zeitpunkt, um sich allmählich Gedanken darüber zu machen, in welche berufliche Richtung es nach der Schule gehen soll.

Neben dem Schulpraktikum, das bei den meisten Schülern auf dem Lehrplan steht, können so auch die Ferien genutzt werden, um mittels freiwilligen Praktika oder Ferienjobs schon einmal in den Berufsalltag hineinzuschnuppern. Die ersten Bewerbungen um eine Lehrstelle sollten etwa ein Jahr vor dem geplanten Ausbildungsbeginn geschrieben werden.

Wenn das letzte Schuljahr begonnen hat, wird es also Zeit, in die Bewerbungsphase einzusteigen. Doch damit Bewerbungen geschrieben werden können, muss der angehende Azubi erst einmal geeignete Ausbildungsplätze gefunden haben, auf die er sich bewerben kann.

Dies wiederum gelingt, wenn der angehende Azubi seine Bewerbungsphase mit einem Vier-Stufen-Plan vorbereitet, der sich wie folgt zusammensetzt:

  1. Interessen, Stärken und Schwächen analysieren
  2. Auf Beratungsangebote zurückgreifen
  3. Den Wunschberuf auswählen
  4. Lehrstellen suchen
  1. Interessen, Stärken und Schwächen analysieren

Nicht jeder Jugendliche und junge Erwachsene weiß auf Anhieb, was er später beruflich machen möchte. Andere können zwar ihren Traumjob benennen, haben aber etwas falsche Vorstellungen vom Alltag in diesem Beruf. Damit es später nicht zu Enttäuschungen kommt und der angehende Azubi einen Beruf findet, der zu ihm passt, sollte er für sich herausfinden, wo seine Interessen und seine Stärken liegen.

Gleichzeitig sollte er für sich klären, was ihm nicht liegt. Hobbys, Talente, Vorlieben und Charakterzüge können hierbei wichtige Anhaltspunkte liefern. Hilfreich kann es außerdem sein, Familienmitglieder und Freunde nach deren Einschätzungen zu fragen.

Bei der Analyse der eigenen Interessen, Stärken und Schwächen ist aber wichtig, ehrlich und realistisch zu bleiben. Zudem ist es ratsam, sich wirklich nur auf diese Punkte zu konzentrieren – und die Analyse nicht mit Blick auf einen bestimmten Beruf durchzuführen.

Anhand des Profils kann sich nämlich durchaus herausstellen, dass statt des eigentlichen Wunschberufs ganz andere Berufe viel besser passen würden.

 

  1. Auf Beratungsangebote zurückgreifen

Auf der Suche nach dem Wunschberuf kann der angehende Azubi auf verschiedene Informationsquellen zurückgreifen. Ein hilfreiches Instrument kann beispielsweise das BERUFE-Universum sein. Hier kann der angehende Azubi angeben, welche Interessen und Stärken er mitbringt. Anhand dieser Angaben wird ein Berufsprofil erstellt.

Der angehende Azubi erhält daraufhin eine Liste mit Berufen, die zu seinen Interessen und Stärken passen. Gleichzeitig kann er sich ausführlich über die Berufe informieren. Ein anderes Instrument ist der BERUFE Entdecker. Er richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene, die noch gar keine Vorstellung davon haben, was sie beruflich machen möchten. Beide Instrumente sind auch über https://www.planet-beruf.de erreichbar und auf dieser Internetseite gibt es jede Menge weitere Infos rund um die Ausbildung.

Sinnvoll ist außerdem, die Beratungsangebote der Arbeitsagentur zu nutzen. Speziell ausgebildete Experten helfen bei der Berufswahl, beantworten wichtige Fragen und können gute Tipps geben. Berufsmessen, Infoveranstaltungen und natürlich auch Foren im Internet und Gespräche im Bekanntenkreis sind weitere Möglichkeiten, um sich über die Berufswelt zu informieren.

 

  1. Den Wunschberuf auswählen

Die Wahl des Ausbildungsberufs sollte gut durchdacht sein. Natürlich ist die Entscheidung für eine bestimmte Ausbildung keine Wahl, die den Azubi sein Leben lang bindet. Stellt er fest, dass er sich mit seiner Berufswahl vertan hat, kann er sich später immer noch umorientieren und die Ausbildung schlimmstenfalls auch abbrechen.

Aber ein Ausbildungsabbruch hat immer einen faden Beigeschmack, zudem ist es schade um die Zeit, die der Azubi so möglicherweise verliert. Deshalb macht es durchaus Sinn, sich gut und sorgfältig darüber zu informieren, welcher Beruf es werden soll. Gleichzeitig sollte sich der angehende Azubi aber nicht auf einen einzigen Beruf versteifen.

Stattdessen sollte er sich zwei, drei weitere Berufe aussuchen, die für ihn ebenfalls in Frage kommen. In jedem beruflichen Feld gibt es Tätigkeiten, die miteinander verwandt sind und ähnliche Aufgabenbereiche umfassen. Sollte es mit einer Lehrstelle im Wunschberuf nicht klappen, hat der angehende Azubi so Alternativen parat. Und je mehr Bewerbungen er schreibt, desto besser stehen seine Chancen auf einen Ausbildungsplatz.

 

  1. Lehrstellen suchen

Sind der Wunschberuf und zwei, drei Alternativberufe ausgewählt, kann die Suche nach Ausbildungsplätzen beginnen. Eine wichtige Quelle hierbei sind die regionalen Tageszeitungen.

Viele Unternehmen veröffentlichen hier Stellenanzeigen mit offenen Ausbildungsplätzen. Daneben werden Lehrstellen in Online-Jobbörsen inseriert. Viele Unternehmen haben auf ihren Internetseiten auch eigene Stellenmärkte, in die sich ein Blick lohnen kann. Die Jobbörse der Arbeitsagentur ermöglicht ebenfalls die gezielte Suche nach Ausbildungsplätzen, während sich unter https://www.aubi-plus.de eine Börse eigens für Lehrstellen findet.

Gute Ansprechpartner sind darüber hinaus die Industrie- und Handelskammern, die Handwerkskammern und die übrigen berufsständischen Kammern. Auch sie beraten angehende Azubis und helfen bei der Suche nach einer Lehrstelle.

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