Infos und 5 Tipps für einen gelungenen Besuch von Ausbildungsmessen, Teil 2

Infos und 5 Tipps für einen gelungenen Besuch von Ausbildungsmessen, Teil 2

Zugegeben: Eine Ausbildungsmesse ist keine Jobbörse. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Besucher mit einem konkreten Angebot für einen Ausbildungsplatz, ein Praktikum oder einen Job nach Hause geht, ist eher gering. Trotzdem lohnt sich ein Messebesuch. Denn er bietet die Möglichkeit, sich über Ausbildungen und Berufe zu informieren. Außerdem kann er Besucher erste Kontakte knüpfen.

Besuch von Ausbildungsmessen

Damit stellt sich aber die Frage, wie der Besucher die Veranstaltung für sich nutzen kann. Wie holt er das Beste aus dem Messebesuch für sich heraus? Was sollte er beachten?

Diese Fragen beantworten wir in einem zweiteiligen Beitrag. Dabei ging es in Teil 1 um allgemeine Infos. Wir haben erklärt, welche Ziele Unternehmen auf Ausbildungsmessen verfolgen und was dem künftigen Azubi ein Messebesuch bringt.

Jetzt, in Teil 2, geben wir fünf konkrete Tipps für einen gelungenen Besuch von Ausbildungsmessen:

  1. Tipp: Ziele setzen und Fragen überlegen.

Der Besucher sollte sich im Vorfeld überlegen, was ihm der Messebesuch bringen soll: Möchte er sich gezielt über einen Beruf informieren? Will er sich bestimmte Unternehmen genauer anschauen? Oder möchte er herausfinden, in welche berufliche Richtung es überhaupt für ihn gehen könnte?

Zunächst einmal ist wichtig, dass der Besucher für sich klärt, welche Informationen er am Ende mitnehmen möchte. Gleichzeitig sollte er sich möglichst konkrete Ziele setzen. So ein Ziel kann zum Beispiel sein, dass er sich bei drei Unternehmen über die Ausbildungsmöglichkeiten informieren will.

Oder dass er am Ende des Tages für sich weiß, in welcher Branche er arbeiten will. Je genauer der angehende Lehrling seine Absichten definiert, desto mehr wird ihm der Besuch bringen. Denn statt ziellos von einem Stand zum nächsten zu schlendern, hat er einen konkreten Plan vor Augen.

Außerdem sollte er sich auf den Messebesuch vorbereiten. Vielleicht hat er in der Schule ja Infomaterial bekommen. Wenn nicht, hilft ein Blick auf die Webseite der Ausbildungsmesse. So erfährt der Besucher, welche Unternehmen vertreten sein werden und wo sich ihre Stände befinden. Damit kann er seinen Weg über das Messegelände planen.

Zudem sollte er sich überlegen, was genau er wissen will. Am besten schreibt er sich seine Fragen oder zumindest ein paar Stichworte auf. Der kleine Merkzettel wird ihm helfen, keine wichtigen Punkte zu vergessen, falls er nervös sein oder im Gespräch den Faden verlieren sollte.

  1. Tipp: Auf ein gepflegtes Erscheinungsbild achten.

Natürlich muss der Besucher für die Ausbildungsmesse nicht seinen besten Sonntagsanzug aus dem Schrank holen. Aber eine zerbeulte, löchrige Jeans, ein ausgeleiertes T-Shirt mit einem witzigen Spruch und ausgelatschte Turnschuhe haben in einem Umfeld, in dem es um den Beruf geht, nichts verloren. Gleiches gilt für ein Styling, das eher an Party oder Disko erinnert.

Um einen guten Eindruck zu hinterlassen, ist ein ordentliches und gepflegtes Erscheinungsbild wichtig. Eine schlichte, saubere (!) Jeans und ein dezentes Oberteil gehen als Schüler in Ordnung. Auch gegen Turnschuhe ist grundsätzlich nichts einzuwenden, wenn sie gepflegt und nicht zu auffällig sind.

Ansonsten kann der Besucher mit einer Stoffhose, einem Hemd oder Pulli und Lederschuhen nichts falsch machen. Frisch gewaschene Haare, gepflegte Fingernägel und vielleicht noch ein Hauch Parfum runden das Gesamtbild ab.

  1. Tipp: Aktiv sein.

Unternehmen sehen es gerne, wenn jemand Interesse und Initiative zeigt. Deshalb sollte der Besucher selbst aktiv werden und von sich aus das Gespräch suchen. Es kommt nicht gut an, wenn er seine Begleitung vorschickt oder ihr das Gespräch überlässt und nur daneben steht. Schließlich möchte er ja die Ausbildung machen.

Um die Hemmungen zu überwinden, kann der Besucher ruhig erst einmal ein Unternehmen ansprechen, das nicht unbedingt in seiner engeren Auswahl ist. Denn hier hat er nichts zu verlieren und kann deshalb viel lockerer ins Gespräch gehen. Und wer weiß? Vielleicht entpuppt sich das Gespräch ja nicht nur als gute Übung, sondern der Besucher entdeckt auf diese Weise einen Ausbildungsbetrieb, der interessanter ist als gedacht.

Ansonsten gilt für die Gespräche auf der Ausbildungsmesse, dass der angehende Lehrling ruhig konkret werden kann. Er ist auf die Messe gekommen, weil er sich für einen bestimmten Beruf, eine Branche, das Unternehmen oder die Ausbildungsmöglichkeiten interessiert. Und genau das kann er auch so sagen.

Die Unternehmen nehmen an der Messe teil, um sich vorzustellen, zu informieren und zu beraten. Folglich sollte der Besucher das Angebot nutzen und ehrlich fragen, was er wissen will.

  1. Tipp: Gute Manieren sind Pflicht!

In der Berufswelt sind Höflichkeit und gutes Benehmen das A und O. Deshalb sollte der angehende Azubi seine gute Kinderstube unter Beweis stellen. Dazu gehört, dass er sich vorstellt, dem Gesprächspartner die Hand gibt und ihn siezt.

Er sollte seinem Gegenüber nicht ins Wort fallen, ein bisschen auf seine Wortwahl achten und sich am Ende auf jeden Fall für das Gespräch bedanken. Letzteres gilt unabhängig davon, wie das Gespräch gelaufen ist und ob er sich hier bewerben wird oder nicht. Eine höfliche Verabschiedung gehört einfach zum guten Ton.

  1. Tipp: Die Infos von der Messe für die Bewerbung nutzen.

Eine Bewerbung sollte immer auf das jeweilige Unternehmen und die Stelle zugeschnitten sein. Denn es geht darum, den Arbeitgeber davon zu überzeugen, dass der Bewerber genau diesen Job bei diesem Unternehmen will und auch die notwendigen Fähigkeiten dafür mitbringt.

Aus diesem Grund macht es keinen Sinn, Bewerbungsunterlagen mit pauschalen, allgemeingültigen Aussagen zusammenzustellen und den Gesprächspartnern bei der Messe in die Hand zu drücken.

Der angehende Azubi kann zwar eine Art Steckbrief vorbereiten. Darauf kann er seinen Namen und seine Kontaktdaten, eventuell ein Foto, den Schulabschluss und den angestrebten Berufswunsch anordnen. Er kann also ein Blatt zusammenstellen, das im Prinzip eine Mischung aus Visitenkarte und Bewerbungs-Deckblatt ist.

Kommt er mit einem Unternehmen ins Gespräch, bei dem er sich bewerben möchte, kann er seinen Steckbrief schon mal dalassen. Wirklich notwendig ist das aber nicht. Denn das Unternehmen wird ohnehin die Bewerbung abwarten.

Besser ist deshalb, wenn sich der Besucher auf das Gespräch konzentriert und versucht, möglichst viele Informationen über den Beruf, die Aufgaben, die Ausbildung und das Unternehmen selbst zu bekommen.

Diese Infos kann er dann anschließend verwenden, um eine aussagekräftige und maßgeschneiderte Bewerbung zu schreiben. Und dabei kann er natürlich auch das angenehme Gespräch auf der Ausbildungsmesse als Einleitung im Anschreiben nutzen.

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Mareike Dietzbach, 46 Jahre alt, Personalerin und Ausbilderin, sowie Simon Schneider, geboren 1981, Ausbilder und Bewerbungstrainer und Christian Gülcan als betreiber dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes zum Thema Ausbildung, Berufe, Praktikum, Berichtsheftführung mit vielen Tipps und Ratgebern für Auszubildene, Schüler und Umschüler, Studenten und Jobsuchende.
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Mareike Dietzbach, 46 Jahre alt, Personalerin und Ausbilderin, sowie Simon Schneider, geboren 1981, Ausbilder und Bewerbungstrainer und Christian Gülcan als betreiber dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes zum Thema Ausbildung, Berufe, Praktikum, Berichtsheftführung mit vielen Tipps und Ratgebern für Auszubildene, Schüler und Umschüler, Studenten und Jobsuchende.

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