Tipps fürs richtige Girokonto als Azubi

Tipps fürs richtige Girokonto als Azubi

Der Ausbildungsvertrag ist unterschrieben und endlich beginnt die Zeit, in der eigenes Geld verdient wird. Doch für die Teilnahme am wirtschaftlichen Leben ist ein Girokonto notwendig. Auf das Girokonto wird die Ausbildungsvergütung überwiesen und die Rechnungen werden davon abgebucht. Ratsam ist, die Angebote der verschiedenen Banken miteinander zu vergleichen. Denn die Kontomodelle unterscheiden sich teils deutlich voneinander.

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Tipps fürs richtige Girokonto als Azubi

Wer schon ein Konto hat, sollte prüfen, ob sich ein Wechsel lohnt. Aber worauf gilt es zu achten? Wir geben Tipps fürs richtige Girokonto als Azubi!:

Diese Pluspunkte sollte ein Girokonto für Azubis bieten

Wer eine Ausbildung macht, bekommt jeden Monat eine Ausbildungsvergütung. Während der Lohn früher oft bar ausgezahlt wurde, wird er heutzutage auf ein Girokonto überwiesen.

Neben dem Gehalt vom Ausbildungsbetrieb sind noch weitere Einnahmen als Azubi möglich, so zum Beispiel Berufsausbildungsbeihilfe, BAföG bei einer schulischen Ausbildung oder Kindergeld. Alle Einnahmen gehen auf dem Girokonto ein.

Doch genauso gibt es auch Ausgaben. Wer für die Ausbildung umgezogen ist, muss möglicherweise Miete und Strom bezahlen. Auch Mobilfunk, Internet und Lebensmittel wollen bezahlt werden. Außerdem werden einige Versicherungen notwendig. Die laufenden Kosten werden ebenfalls übers Girokonto abgewickelt.

Manche junge Leute haben vor Beginn der Ausbildung noch kein eigenes Girokonto. Andere haben zwar schon ein Konto, das aber nicht mehr zu den veränderten Anforderungen passt.

Viele Banken haben Kontomodelle im Angebot, die sich speziell an junge Kunden richten. Solche Konten heißen dann zum Beispiel „Azubi-Girokonto“ oder „Jugendkonto“.

Ein wichtiger Punkt beim Girokonto als Azubi ist, dass keine Kontoführungsgebühren anfallen sollten. Oft verzichten Banken auf Gebühren, wenn der Kontoinhaber nachweisen kann, dass er eine bestimmte Altersgrenze noch nicht erreicht hat oder gerade eine Ausbildung absolviert.

Tatsächlich gibt es keinen Grund, zusätzliche Ausgaben für das Girokonto in Kauf zu nehmen. Denn es gibt genug Alternativen, die kostenfrei sind.

Abgesehen von keinen Gebühren für die Kontoführung, sollte das Girokonto als Azubi noch folgende Pluspunkte bieten:

  • In der näheren Umgebung gibt es genug Automaten, an denen kostenfrei Bargeld abgehoben werden kann.

  • Überweisungen und Daueraufträge kosten nichts.

  • Die Girokarte (früher: EC-Karte) oder Servicekarte ist gratis.

  • Online-Banking ist möglich.

Der Unterschied zwischen einem voll- und einem minderjährigen Kontoinhaber

Gut möglich, dass der Azubi seine Ausbildung als Minderjähriger beginnt. In diesem Fall gelten etwas andere Bedingungen als bei Volljährigkeit. Weil Minderjährige vor dem Gesetz noch nicht als voll geschäftsfähig gelten, dürfen Banken keine Kredite vergeben.

Aus diesem Grund wird beim Girokonto dann auch kein Dispokredit eingeräumt. Ein Dispokredit ermöglicht, das Konto zu überziehen.

Außerdem bekommt ein minderjähriger Kontoinhaber üblicherweise keine Girokarte. Mit dieser Karte ist es theoretisch möglich, Zahlungen per Lastschrift zu leisten, selbst wenn das Gutachten auf dem Konto dafür nicht ausreicht.

Anstelle der Girokarte gibt die Bank an einen minderjährigen Kontoinhaber eine sogenannte Servicekarte aus. Damit kann bargeldlos bezahlt und Geld am Automaten abgehoben werden, solange das entsprechende Guthaben auf dem Konto ist.

Ab der Volljährigkeit ist die uneingeschränkte Geschäftsfähigkeit gegeben. Nun kann die Bank einen Dispokredit auf dem Konto einräumen. Ob dies passiert und in welcher Höhe, entscheidet die Bank im Einzelfall. Dabei berücksichtigt sie unter anderem, wie viel Geld jeden Monat aufs Konto eingeht.

Zu bedenken ist aber, dass für den Dispokredit Zinsen anfallen, die mitunter sehr hoch sind. Besser ist deshalb, sinnvoll mit dem Geld zu haushalten, den Dispo nur in Ausnahmefällen zu nutzen und das Konto schnellstmöglich wieder ausgleichen. So bleiben die Kosten überschaubar.

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Was für den Dispokredit gilt, gilt auch für eine Kreditkarte. Auch eine Kreditkarte kann die Bank erst ausgeben, wenn der Azubi volljährig ist. Dabei können für die Kreditkarte zusätzliche Gebühren anfallen, und zwar sowohl als Grundgebühr für die Karte als auch bei Zahlungen und Geldabhebungen damit.

Um den Überblick nicht zu verlieren und nicht ins Minus zu rutschen, kann eine Prepaid-Kreditkarte eine Überlegung wert sein. Hier zahlt der Azubi ein Guthaben auf die Kreditkarte ein, das er anschließend verbrauchen kann.

Das Abheben von Geld

Wichtig ist nicht nur, dass das Konto und Überweisungen kostenfrei sind. Stattdessen sollte auch die Möglichkeit bestehen, sich schnell und unkompliziert mit Bargeld versorgen zu können.

Das günstigste Konto hilft wenig, wenn der nächste Bankautomat sehr weit weg ist und an den Automaten fremder Banken happige Gebühren für Bargeldabhebungen anfallen.

Bei der Auswahl eines Kontos sollte der Azubis sich also informieren, wo er kostenfrei Geld abheben und auch einzahlen kann.

Bei speziellen Angeboten genau hinschauen

Banken möchten gerne junge Kunden als Neukunden gewinnen und werben deshalb mit verschiedenen Angeboten. Bei Kontomodellen speziell für junge Leute sollte der Azubi aber sehr genau hinschauen, welche Altersgrenze gilt. Denn in aller Regel sind diese Konten nur bis zu einem bestimmten Alter kostenfrei und werden danach zu gebührenpflichtigen Konten.

Direktbanken wiederum haben kein eigenes Filialnetz, sondern agieren online. Dadurch können sie oft günstigere Produkte anbieten.

Hier sollte der Azubi aber darauf achten, welchem Bankennetz die Direktbank angehört. Andernfalls kann es schwierig werden, sich kostenfrei mit Bargeld zu versorgen.

Manche Banken locken mit Prämien in Form von Guthaben oder Gutscheinen, wenn dort ein Konto eröffnet wird. Auch wenn ein Bonus gut klingt, sollte der Azubi prüfen, ob das Konto wirklich zu ihm passt. Denn eine Prämie nutzt wenig, wenn für das Konto regelmäßige Gebühren anfallen.

Sparen auf dem Girokonto

Im Idealfall klappt es, schon von der Ausbildungsvergütung etwas Geld zur Seite zu legen. Das müssen keine großen Beträge sein, denn auch kleinere Rücklagen bauen mit der Zeit ein Guthaben auf. Das Girokonto ist zum Sparen aber nicht geeignet. Es ist dafür gedacht, die Geldeingänge und Geldausgänge zu verwalten.

Möchte der Azubi sparen, kann er ein Tagesgeldkonto eröffnen. Als Ergänzung zum Girokonto ist es bei vielen Banken kostenfrei.

Auf dem Tagesgeldkonto wird das Guthaben verzinst und der Azubi kann jederzeit darauf zurückgreifen. Das klassische Sparbuch hingegen ist nicht mehr zeitgemäß und wird von vielen Banken auch gar nicht mehr angeboten.

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Mareike Dietzbach, - Personalerin und Ausbilderin, Simon Schneider, Ausbilder und Bewerbungstrainer und Christian Gülcan, Unternehmer, Gründer, Arbeitgeber und Betreiber dieser Webseite, Ferya Gülcan, Unternehmerin, Arbeitgeberin, schreiben hier Wissenswertes zum Thema Ausbildung, Berufe, Praktikum, Berichtsheftführung mit vielen Tipps und Ratgebern für Auszubildene, Schüler und Umschüler, Studenten und Jobsuchende.

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