So klappt’s besser mit der Pünktlichkeit

So klappt’s besser mit der Pünktlichkeit

Spätestens beim Start ins Berufsleben wird die Pünktlichkeit zu einer wichtigen Tugend. Kommt der Azubi ständig zu spät, droht schließlich nicht nur Ärger mit dem Chef und den Kollegen. Stattdessen muss der Azubi damit rechnen, dass seine ständige Unpünktlichkeit irgendwann mit einer Abmahnung bestraft wird.

Unorganisiert, unzuverlässig, respektlos gegenüber den Kollegen, rebellisch und nicht bereit, sich an die Regeln zu halten:

Solche und ähnliche Attribute werden dem Azubi zugeschrieben, wenn er sich ständig verspätet. Natürlich kann es jedem einmal passieren, dass er verschläft, den Bus verpasst oder im Stau stecken bleibt. Doch wer ständig zu spät dran ist, eckt schnell an. Während im Privaten Unpünktlichkeit noch eher toleriert wird, kann sie im Berufsleben zum echten Stolperstein werden.

Denn für eine funktionierende Wirtschaft ist enorm wichtig, dass die Abläufe nicht ins Stocken geraten und Termine eingehalten werden. Deshalb wird dem Azubi auf lange Sicht gar nichts anderes übrig bleiben, als zu lernen, die Uhr im Blick zu behalten. Für die berufliche Karriere ist Unpünktlichkeit nämlich ein echtes Hindernis und wenn der Azubi seine Verspätungen nicht in den Griff bekommt, muss er damit rechnen, dass er irgendwann abgemahnt wird.

Im schlimmsten Fall kann notorische Unpünktlichkeit, die sich auch durch Abmahnungen nicht gebessert hat, sogar eine Kündigung rechtfertigen.

Nun fällt die Sache mit der Pünktlichkeit aber längst nicht jedem so leicht. Vielleicht gehört der Azubi ja zu den Menschen, die so gut wie nie auf die Uhr schauen oder die Zeit einfach vergessen. Möglicherweise ist der Azubi auch jemand, der zwar weiß, dass er jetzt eigentlich losmüsste, dem dann aber einfällt, dass er noch schnell die Spülmaschine einschalten, den Müll mit nach unten nehmen oder einen Aktenordner aus dem Auto holen wollte.

Und wenn diese Handgriffe etwas länger dauern als gedacht, ist die Verspätung vorprogrammiert. Die gute Nachricht ist, dass sich Pünktlichkeit lernen und trainieren lässt.

Hier sind vier Tipps, wie es besser mit der Pünktlichkeit klappt.

 

  1. Tipp: Die Unpünktlichkeit schrittweise reduzieren.

Wer die Zeit gerne aus dem Blick verliert und regelmäßig zu spät kommt, wird nicht von heute auf morgen zum superpünktlichen Menschen. Ratsam ist deshalb, die künftige Pünktlichkeit in kleinen Schritten anzugehen. Ist der Azubi beispielsweise im Durchschnitt stets eine Viertelstunde zu spät dran, kann er sich als Ziel setzen, die Verspätungen auf zehn Minuten zu senken.

Im nächsten Schritt kann er sich vornehmen, sich um nicht mehr als fünf Minuten zu verspäten. Und der letzte Schritt wäre, die Unpünktlichkeit ganz beiseite zu legen.

Sich in Sachen Pünktlichkeit schrittweise zu verbessern, ist leichter umzusetzen. Denn die kleineren Zwischenziele sind einfacher zu erreichen. Dadurch wiederum stehen die Chancen, dass es künftig mit der Pünktlichkeit klappt, insgesamt besser.

Schließlich muss sich der Azubi erst einmal daran gewöhnen, bewusst auf die Uhrzeit zu achten. Nimmt er sich vor, ab heute nie mehr zu spät zu kommen, besteht die Gefahr, dass er früher oder später frustriert aufgibt, weil es mit der Pünktlichkeit doch wieder nicht geklappt hat.

 

  1. Tipp: Ein Gefühl für die Uhrzeit entwickeln.

Pünktlichkeit setzt voraus, dass der Azubi ein Gefühl dafür entwickelt, wie spät es ist. Wer zur Unpünktlichkeit neigt, hat aber das Problem, dass er die Zeit gerade vergisst. Abhilfe kann deshalb ein Mechanismus schaffen, der den Azubi regelmäßig daran erinnert, an die Zeit zu denken und einen Blick auf die Uhr zu werfen. Die Alarmfunktion der Armbanduhr oder der Wecker im Smartphone ist ein optimales Hilfsmittel dafür.

Dabei sollte der Azubi den Wecker so einstellen, dass er sich in regelmäßigen Abständen bemerkbar macht. Anfangs kann dieser Rhythmus beispielsweise alle halbe Stunde sein, später dann im Stundentakt und danach in immer größeren Abständen. Auf diese Weise entwickelt der Azubi ein besseres Gefühl dafür, wie viel Zeit vergangen ist. Außerdem gewöhnt er sich daran, in regelmäßigen Abständen auf die Uhr zu schauen.

 

  1. Tipp: Die Uhr ein paar Minuten vorstellen.

Ein echter Klassiker im Kampf gegen die Unpünktlichkeit besteht darin, die Uhr ein paar Minuten vorzustellen. Hat sich der Azubi daran gewöhnt, die Zeit im Blick zu behalten, trickst er sich selbst aus, wenn seine Uhr etwas vorgeht. Weil es auf der eigenen Uhr schon etwas später ist, beeilt sich der Azubi nämlich und kommt im Ergebnis pünktlich im Betrieb oder der Berufsschule an.

Dabei reicht es aus, wenn der Azubi seine Uhr fünf oder zehn Minuten vorstellt. Allerdings funktioniert der Trick nur dann, wenn der Azubi ausblendet, dass seine Uhr nicht richtig geht. Ruft sich der Azubi in Erinnerung, dass er einen kleinen Zeitpuffer hat, trödelt er möglicherweise und kommt dadurch doch wieder zu spät.

 

  1. Tipp: Den Wecker nicht in Reichweite aufstellen.

Auch wenn der feste Wille besteht, an der eigenen Pünktlichkeit zu arbeiten, fällt es manchmal einfach unglaublich schwer, morgens aus dem warmen, kuscheligen Bett zu krabbeln. Also wird der Wecker ausgeschaltet und der Azubi bleibt noch ein paar Minuten lang liegen.

Doch diese paar Minuten lassen sich später nicht mehr aufholen und so zieht sich die Verspätung durch den ganzen Tag. Um das vermeiden, hilft letztlich nur Disziplin. Wenn der Wecker klingelt, wird es also Zeit fürs Aufstehen.

Das wiederum gelingt, wenn der Azubi seinen Wecker am anderen Ende des Zimmers aufstellt und einen Dauermodus mit einem lauten, nervigen Weckton wählt. Durch den Dauermodus schaltet der Wecker nicht von alleine ab und der schrille Ton wird schnell so unerträglich, dass der Azubi aufsteht.

Mehr Ratgeber, Tipps und Anleitungen:

Thema: So klappt’s besser mit der Pünktlichkeit

Teilen:

Kommentar verfassen