Übersicht: Jobs für Kreative, 2. Teil

Übersicht: Jobs für Kreative, 2. Teil

Kreative Berufe leben davon, zu gestalten, neue Ideen zu entwickeln und eigene Lösungen umzusetzen. Dabei wird Kreativität oft mit Kunst gleichgesetzt, zumindest in einem weiteren Sinne. Doch spätestens, wenn von Kunst die Rede ist, schrillen bei vielen die Alarmglocken. Schließlich werden Künstler für ihre kreative Ader und ihr künstlerischen Schaffen zwar bewundert.

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Übersicht Jobs für Kreative, 2. Teil

Nur sind Anerkennung und Beifall eben keine Währungen, mit denen Rechnungen bezahlt werden können. Ein solider Beruf scheint da schon die bessere Wahl zu sein, um seinen Lebensunterhalt zu sichern.

Tatsächlich beschränken sich kreative Berufe aber keineswegs auf den Kunstbereich. In sehr vielen Branchen braucht es kreative Köpfe. In einer zweiteiligen Übersicht nennen wir einige Jobs für Kreative. Dabei haben wir im 1. Teil Branchen und Studiengänge vorgestellt.

Weiter geht’s nun mit dem 2. Teil!:

Ausbildungsberufe für Kreative

Einen Beruf im kreativen Bereich zu erlernen, kann vor allem für diejenigen der richtige Weg sein, die handwerklich geschickt sind und sich in der Praxis wohler fühlen als in der Theorie. Zwar gehören theoretische Inhalte zu jedem Beruf dazu. Doch Ausbildungsberufe, die Kreativität erfordern, stellen oft die praktischen Aspekte der Tätigkeit klar in den Mittelpunkt.

Doch welche Ausbildungsberufe kommen in Frage?
Hier ein paar Beispiele:

Kunsthandwerk

Das Kunsthandwerk blickt auf eine lange Geschichte zurück. Viele Jobs in diesem Bereich sind echte Traditionsberufe. Wer einen kunsthandwerklichen Beruf erlernen möchte, muss zwar mitunter einen Umzug in Kauf nehmen. Denn vor allem bei Tätigkeiten, die zunehmend selten werden, gibt es oft nur wenige Ausbildungsplätze an ausgewählten Orten.

Andererseits hat der Azubi die Chance, eine Nische für sich zu entdecken, in der er zum gefragten Ansprechpartner wird.

Kunsthandwerkliche Berufe sind zum Beispiel der Goldschmied, der Steinmetz, der Korbflechter, der Glasbläser, der Porzellanmaler, der Keramiker oder der Kunstschmied.

Erzieher

In Kindertagesstätten und Kindergärten geht es nicht nur darum, die Kinder zu beaufsichtigen. Stattdessen sollen sie in ihrer Entwicklung gefördert werden. Dazu gehören auch kreative Tätigkeiten.

So wird regelmäßig gebastelt, gemalt, gesungen und auf verschiedenste Art gespielt. Erzieher brauchen dafür viel Kreativität und eine künstlerische Begabung.

Gestalter für visuelles Marketing

Ein Gestalter für visuelles Marketing entwickelt Konzepte für die Gestaltung von Schaufenstern, Verkaufsräumen, Messeständen und Ausstellungen. Oft setzt er seine Ideen dann auch selbst um oder begleitet die Umsetzung.

Seine Tätigkeit ähnelt dem Innenausstatter. Doch während sich der Innenausstatter vorwiegend um Wohnräume kümmert, befasst der Gestalter für visuelles Marketing mit Geschäftsräumen.

Hier spielt neben der ansprechenden Optik auch der Werbeaspekt eine Rolle. Die Ausbildung wird hauptsächlich von großen Einrichtungsgeschäften und Kaufhäusern angeboten.

Mediengestalter

Wie der Name schon andeutet, befasst sich ein Mediengestalter mit der grafischen Gestaltung von Medien. Dabei gibt es den Beruf in verschiedenen Fachrichtungen. Mediengestalter für Print und Ton zum Beispiel arbeiten in Verlagen, bei Werbeagenturen oder im Marketingbereich von großen Unternehmen.

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Wer hingegen zum Radio oder Fernsehen möchte, ist in der Fachrichtung Bild und Ton richtig.

Kaufmann für Marketingkommunikation

Kaufleute für Marketingkommunikation sind an der Entwicklung von Werbekampagnen beteiligt und begleiten deren Umsetzung. Je nach Arbeitgeber, Zielgruppe und fachlichem Know-how kann ein Kaufmann für Marketingkommunikation dann zum Beispiel für gedruckte Werbemittel zuständig sein oder sich um das Online-Marketing kümmern.

Außerdem sind verschiedene Fort- und Weiterbildungen möglich, durch die sich der Kaufmann etwa auf die sozialen Medien oder bestimmte Werbeformen spezialisiert.

Handwerksberufe

Nicht alle Berufe sind ganz offensichtlich Jobs für Kreative. Das gilt etwa für viele Tätigkeiten, die die meisten vermutlich als grundsolide Handwerksbebrufe einordnen würden. Aber ein Florist oder Gärtner, ein Koch oder Konditor, ein Friseur, eine Kosmetikerin, ein Nageldesigner, ein Tischler oder ein Fliesenleger braucht für seinen Beruf neben handwerklichem Können auch eine gute Portion Kreativität.

Ein Gespür für Farben und Formen, für Ästhetik und eine kunsthandwerkliche Ader sind unumgänglich, um die Wünsche der Kunden zu verstehen und erfüllen zu können oder ihnen, wenn es notwendig ist, andere Ideen aufzuzeigen.

Die Bezahlung bei Berufen im kreativen Bereich

Dass oft von brotloser Kunst die Rede ist, kommt nicht von ungefähr. Freischaffende Künstler stehen finanziell leider oft auf wackeligen Beinen. Natürlich gibt es Maler, Musiker, Schriftsteller, Schauspieler und Kunsthandwerker in anderen Sparten, die eine riesige Fangemeinde haben und mehr verdienen als mancher Firmenchef.

Allerdings bilden sie die Ausnahme. Weit häufiger sind Künstler, die überaus begabt sind und jeden Tag einen fantastischen Job machen, von der Öffentlichkeit aber kaum wahrgenommen werden und von ihrer Kunst nicht leben können.

Verglichen mit anderen Berufsgruppen, fällt die Bezahlung in kreativen Jobs und bei künstlerischen Tätigkeiten generell eher mager aus. Das heißt natürlich nicht, dass es unmöglich ist, als kreativer Mensch Geld zu verdienen. Es gibt durchaus Berufe, die ein solides Einkommen sichern. Nur wird jemand, der sich für einen kreativen Job entscheidet, eher selten zu den echten Spitzenverdienern gehören.

Wer ein hohes Gehalt als wichtigstes Kriterium bei der Berufswahl sieht, ist in anderen Branchen wie der Pharmaindustrie, dem Finanzwesen oder dem IT-Bereich besser aufgehoben.

Gut bezahlte Jobs für Kreative halten vor allem die Medien- und Werbebranche bereit. Ansonsten eröffnet das Handwerk eine Fülle an Möglichkeiten, um die eigene Kreativität mit einem ordentlichen Einkommen zu verknüpfen.

Mehr Ratgeber, Tipps und Anleitungen:

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Mareike Dietzbach, 46 Jahre alt, Personalerin und Ausbilderin, sowie Simon Schneider, geboren 1981, Ausbilder und Bewerbungstrainer und Christian Gülcan als betreiber dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes zum Thema Ausbildung, Berufe, Praktikum, Berichtsheftführung mit vielen Tipps und Ratgebern für Auszubildene, Schüler und Umschüler, Studenten und Jobsuchende.

2 Gedanken zu „Übersicht: Jobs für Kreative, 2. Teil“

  1. Finde man kann sich in fast jedem Beruf kreativ ausleben, man muss nur den kreativen Aspekt in seinem Beruf finden!

  2. Meine Tochter ist malerisch sehr begabt und ich bin immer wieder erstaunt, was sie zu Stande bringt…
    Sie ist zwar erst 12 und Grafiktabletts recht teuer, aber ich werde ihr wohl demnächst eins zum Geburtstag schenken!
    Sie wird sich sicherlich freuen, die Kleine :)!

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