Tipps zum Praktikum

Wichtige Tipps und Infos rund ums Praktikum 

Praktika sind grundsätzlich sinnvoll, sowohl für den Praktikanten als auch für den Betrieb. Ein Betrieb profitiert insofern von einem Praktikanten, als dass er Möglichkeit hat, einen möglichen späteren Auszubildenden kennen zu lernen, ohne dabei schon im Vorfeld Verpflichtungen eingehen zu müssen.

Für den Praktikanten ergibt sich die Chance, erste Erfahrungen zu sammeln, ein Berufsbild auch in der Praxis und im täglichen Berufsalltag kennen zu lernen und Kontakte zu knüpfen. Davon abgesehen machen sich Praktika einfach gut im Lebenslauf.

Dennoch gibt es auch im Zusammenhang mit Praktika einige Punkte, auf die man achten sollte.

 

Hier daher alle wichtigen Tipps und Infos rund ums Praktikum:

•        Die Varianten.

Prinzipiell gibt es drei unterschiedliche Varianten von Praktika. Schülerbetriebspraktika sind Pflichtpraktika, die meist in den neunten, zehnten oder elften Klassen von allgemeinbildenden Schulen stattfinden und in aller Regel zwischen einer und drei Wochen lang dauern.

Daneben gibt es freiwillige Praktika, die der Praktikant in den Ferien oder als Überbrückung absolviert und die keinen Bezug zu der Schule oder dem Studium haben. Um ein solches Praktikum machen zu können, muss der Praktikant mindestens 15 Jahre alt sein und darf, sofern er noch nicht volljährig ist, maximal vier Wochen, also 20 Arbeitstage pro Jahr arbeiten.

Die dritte Variante sind Praktika, die im Rahmen der Berufsausbildung oder eines Studiums absolviert werden. Hierbei handelt es sich ebenfalls um Pflichtpraktika, die jedoch besonderen Regelungen unterliegen.

•        Die gesetzlichen Regelungen.

Insbesondere für Praktikanten, die noch nicht 18 Jahre alt sind, ist das Jugendarbeitsschutzgesetz von großer Bedeutung, denn dieses legt fest, unter welchen Bedingungen und in welchem Umfang Praktikanten beschäftigt werden und welche Aufgaben ihnen übertragen werden dürfen.

•        Die Suche.

Eine Möglichkeit, um einen Praktikumsplatz zu finden, besteht darin, die Unternehmen direkt aufzusuchen oder anzuschreiben und nachzufragen, ob ein Praktikum möglich ist.

In vielen Fällen stehen die Chancen recht gut, denn dieser Weg zeugt von Interesse, Eigeninitiative und Engagement. Daneben gibt es zahlreiche Praktikumsbörsen und auch in den Stellenmärkten der Unternehmen sowie in Stellenanzeigen in Zeitungen werden immer wieder Praktika ausgeschrieben.

•        Die Bewerbung.

In den meisten Fällen wird auch bei einem Praktikum eine Bewerbung notwendig. Diese muss zwar nicht ganz so ausführlich sein wie für eine Lehr- oder Arbeitsstelle, sollte aber genauso gewissenhaft angefertigt werden.

Spätestens im Vorstellungsgespräch sollte dann geklärt werden, weshalb der Praktikant das Praktikum absolvieren möchte, was er sich davon verspricht und welche Ziele er erreichen möchte.

•        Der Vertrag.

Grundsätzlich ist ein Praktikumsvertrag nicht vorgeschrieben. Sofern dennoch ein Vertrag geschlossen wird, sollte dieser die grundlegenden Rechte und Pflichten beider Seiten benennen, so dass sich beide Seiten orientieren können.

Ist der Praktikant noch nicht volljährig, muss ein Erziehungsberechtigter den Vertrag ebenfalls unterschreiben. Auf jeden Fall sollte der Praktikant aber auf eine Bescheinigung oder ein Zeugnis bestehen, das dann späteren Bewerbungen beigelegt werden kann.

•        Die Vergütung.

Ob und in welcher Höhe eine Vergütung bezahlt wird, hängt von dem Praktikums selbst, dessen Dauer und auch dem Unternehmen ab. Schülerpraktika werden in aller Regel nicht vergütet, bei freiwilligen oder längeren Praktika wird vielfach zumindest eine Aufwandsentschädigung bezahlt oder das Unternehmen beteiligt sich an den Fahrtkosten.

Zu beachten gilt, dass eine Vergütung zunächst versteuert werden muss, wenn sie über 400 Euro monatlich liegt. Übersteigt das gesamte Jahreseinkommen aber bestimmte Grenzen nicht, werden die Abzüge vom Finanzamt wieder erstattet.

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