Basiswissen zu Ausbildungen im Handwerk

Basiswissen zu Ausbildungen im Handwerk 

Das Handwerk vereint sehr viele verschiedene Berufe in sich, die in die unterschiedlichsten Branchen integriert sind. Gemeinsam haben aber alle handwerklichen Berufe, dass etwas angefertigt oder bearbeitet wird.

Praktisches Können, handwerkliches Geschick und Genauigkeit sind im Handwerk daher sehr, sehr wichtig, aber nicht alles. 

Schließlich lassen sich nicht alle Aufgaben allein durch Muskelkraft lösen, sondern setzen zunächst einmal Kopfarbeit voraus, beispielsweise wenn es darum geht, Arbeitsschritte zu planen, Ideen zu entwickeln oder Fehler zu finden. 

Welche Berufe nun aber konkret zum Handwerk gehören, was ein Azubi mitbringen sollte, wie die Ausbildungen aufgebaut sind und wie die Zukunftsperspektiven im Handwerk sind, erklärt die folgende Übersicht mit Basiswissen zu Ausbildungen im Handwerk:

Welche Berufe gehören zum Handwerk?

Das Handwerk ist in vielen verschiedenen Branchen vertreten und bildet mit rund 150 unterschiedlichen Berufsbildern einen der größten Ausbildungsbereiche überhaupt.

Die einzelnen Berufe stellen teils sehr unterschiedliche Anforderungen an Azubis und Arbeitnehmer, aber gleichzeitig bietet das Handwerk viele Möglichkeiten, um die Ausbildung zu finden, die am besten zu den eigenen Interessen und Stärken passt. Angeboten werden Ausbildungen im Handwerk in den Branchen Bau, Holz, Metall und Elektro, Glas und Papier, Textil, Nahrung sowie Gesundheit.   

Welche Voraussetzungen muss der Azubi mitbringen?

Die vielen verschiedenen Handwerksberufe haben ihre eigenen Schwerpunkte und stellen teils unterschiedliche Anforderungen. Gemeinsam ist jedoch allen Berufsbildern, dass sie handwerkliches Geschick und praktisches Können erfordern, denn im Handwerk wird gebaut, bearbeitet und repariert. Aber auch Präzision ist eine wichtige Voraussetzung, denn nur durch genaues Arbeiten ist sichergestellt, dass später alles so aussieht und funktioniert wie geplant.

Neben der körperlichen Arbeit spielt aber auch der Kopf eine wichtige Rolle. Bevor gebaut oder repariert werden kann, wollen die erforderlichen Arbeitsschritte schließlich geplant sein und wenn irgendwo ein Fehler auftaucht, gilt es, Lösungen für das Problem zu finden. Als weitere Voraussetzung kommt Kreativität hinzu, denn in vielen Bereichen kommt es nicht nur auf die Funktionalität, sondern auch auf die Ästhetik der Werkstücke und Arbeiten an.

Insgesamt ist das Handwerk über weite Strecken mit traditionellen Berufen verknüpft, aber diese haben sich im Laufe der Zeit verändert und weiterentwickelt. Heute wird daher auch im Handwerk nicht mehr nur mit traditionellen handwerklichen Techniken, sondern auch mit modernen Maschinen und Computern gearbeitet.

In den meisten handwerklichen Ausbildungen ist somit auch der Computer ein Thema, ebenso wie auch die Arbeitssicherheit und der Umweltschutz.    

Wie läuft die Ausbildung ab und wie sind die Zukunftsaussichten?

Insgesamt gehört das Handwerk zu den sehr sicheren Branchen, denn gute Handwerker waren schon immer gefragt und werden es vermutlich auch immer bleiben. Die meisten Ausbildungen im Handwerk dauern zwei bis drei Jahre und sind dual aufgebaut.

Dual bedeutet, dass der Azubi während seiner Ausbildung im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule lernt. Azubis mit Haupt- und Realschulabschluss stellen den größten Teil der Azubis dar, aber auch zunehmend mehr Abiturienten absolvieren eine handwerkliche Ausbildung. Gerade im Handwerk entscheiden sich viele Handwerksbetriebe aber nicht nur anhand der Schulbildung oder der Noten für oder gegen einen Bewerber, sondern legen das Augenmerk auch auf die praktischen Fähigkeiten, das Auftreten und die Persönlichkeit. Die Ausbildung im Handwerk endet mit der Gesellenprüfung und der Gesellenbrief ist der Einstieg in die berufliche Zukunft.

Nach durchschnittlich drei Jahren als Geselle kann die Meisterprüfung abgelegt werden. Den Meister zu machen, ist zwar nicht ganz so einfach und mit viel Lernarbeit verbunden, bietet aber eine Reihe von Vorteilen. Der Meisterbrief bestätigt nämlich das umfangreiche fachliche Können und ist daher bei Kunden und bei Arbeitgebern gleichermaßen hoch geschätzt. Aber der Meisterbrief bescheinigt nicht nur fachliche Kompetenzen, sondern auch das betriebswirtschaftliche und pädagogische Können, das notwendig ist, um als Führungskraft in einem Handwerksbetrieb tätig zu sein, spezielle Aufgaben zu übernehmen und Lehrlinge auszubilden.

Mit dem Meisterbrief in der Tasche kann der Handwerker somit einerseits in leitender Position arbeiten. Andererseits ist der Meisterbrief Voraussetzung dafür, um sich mit einem eigenen Handwerksbetrieb selbstständig zu machen. In einigen Bundesländern ist der Meisterbrief außerdem dem Abitur gleichgestellt und ermöglicht damit ein Studium.   

Wer ist für Berufe und Ausbildungen im Handwerk zuständig?

Für Berufe und Betriebe im Handwerk ist die Handwerkskammer zuständig, die auch alle Ausbildungsverhältnisse verzeichnet. Dabei übernimmt die Handwerkskammer eine Reihe unterschiedlicher Aufgaben.

So informiert sie beispielsweise über Ausbildungsberufe im Handwerk, berät angehende Azubis, vermittelt Lehrstellen und nimmt Prüfungen ab. Für Azubis und Handwerksbetriebe ist die Handwerkskammer damit eine der wichtigsten Anlaufstellen überhaupt.

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