Auf diese Fähigkeiten kommt es in der künftigen Arbeitswelt an

Auf diese Fähigkeiten kommt es in der künftigen Arbeitswelt an

Die Arbeitswelt wandelt sich stetig. Neue Berufsbilder entstehen, einige Berufe verändern sich, andere Berufe verschwinden von der Bildfläche. Schätzungen gehen davon aus, dass in Deutschland bis ins Jahr 2035 rund 3,3 Millionen neue Arbeitsplätze dazukommen werden. Dem stehen aber bis zu vier Millionen Arbeitsplätze gegenüber, die wegfallen werden. Gleichzeitig werden in Zukunft andere Fähigkeiten und Kenntnisse an Bedeutung gewinnen.

Anzeige

Auf diese Fähigkeiten kommt es in der künftigen Arbeitswelt an

Schüler, Azubis und Berufseinsteiger, die ihr Arbeitsleben noch vor sich haben, sollten sich Gedanken darüber machen, wie ihr Wunschberuf in ein paar Jahr aussehen und worauf es dann ankommen wird.

Genauso sind Unternehmen gut beraten, wenn sie frühzeitig damit beginnen, ihre Mitarbeiter durch Weiterbildungen und Umschulungen auf die Berufswelt von morgen vorzubereiten.

Wir geben einen Überblick, welche Fähigkeiten in der künftigen Arbeitswelt gefragt sein werden:

Die Digitalisierung führt zu Veränderungen

Die fortschreitende Automatisierung und der zunehmende Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) werden den Arbeitsmarkt deutlich verändern. Das McKinsey Global Institute hat in einer Studie über die Arbeit der Zukunft festgestellt, dass technisches Wissen an Bedeutung gewinnen wird. Auch emotionale und soziale Fähigkeiten werden wichtiger.

Im Unterschied dazu werden motorische und manuelle Fähigkeiten keine so große Rolle mehr spielen. Denn um Geräte zu bedienen und Maschinen zu steuern, wird weniger Kraft erforderlich sein.

Außerdem werden solche Tätigkeit seltener von Hand erledigt werden. Generell wird Handarbeit wohl zunehmend Techniken und Technologien weichen. Künftig werden also Programmierkenntnisse, analytische Fähigkeiten und insgesamt Wissen aus dem IT-Bereich gefragt sein.

Was die körperlichen Fähigkeiten angeht, bildet der Gesundheits- und Pflegesektor aber eine große Ausnahme. Denn die Gesellschaft wird immer älter. Dadurch wird der Bedarf an Personal in der Kranken- und Altenpflege steigen.

Gleichzeitig werden als Gegengewicht zur Digitalisierung soziale Fähigkeiten wie Empathie, Kommunikationsvermögen, Verhandlungsgeschick oder Führungsqualitäten wichtiger werden.

Das Aufgabenspektrum verändert sich

Auch in der künftigen Arbeitswelt werden viele Berufe grundsätzlich bestehen bleiben. Allerdings ist davon auszugehen, dass sich innerhalb der Jobs etwas verändern wird. Ein Faktor dabei wird der Einsatz von künstlicher Intelligenz sein.

So ist zum Beispiel denkbar, dass die KI die teils aufwändige und zeitintensive Diagnostik übernehmen wird, während sich der Arzt dann wieder mehr auf den Patienten und dessen Behandlung konzentrieren kann.

In vielen Branchen werden digitale Technologien eine immer größere Rolle spielen. Architekten, Bauzeichner, Ingenieure oder auch die Kriminalpolizei beispielsweise können etliche Aufgaben an die KI abgeben. Sogar auf der Baustelle können Abläufe digitalisiert werden. Digitale Bautagebücher, Apps oder Drohnen mit Sensoren werden zu Werkzeugen der Zukunft.

Anzeige

Insgesamt wertet die Digitalisierung viele Berufe auf und führt sie in ein neues Zeitalter. Maschinen können etliche Aufgaben übernehmen und dank KI lernen sie stetig dazu. Deshalb bleibt der Einsatz von digitalen Technologien nicht auf Tätigkeiten beschränkt, die immer nach dem gleichen Schema ablaufen.

Gleichzeitig gewinnen menschliche Fähigkeiten wie Kreativität, Urteilsvermögen oder Teamgeist an Gewicht. Der Mensch ist immer dort gefragt, wo es um Dinge geht, die eine Maschine nicht leisten kann.

Das heißt im Umkehrschluss aber auch, dass es einige Berufe in Zukunft so nicht mehr geben wird. Am Ende geht es um die Frage, wie sehr digitale Technologien einen Beruf beeinflussen und in welchem Umfang Maschinen oder KI typische Aufgaben übernehmen können.

Wer sich einen Eindruck verschaffen möchte, kann den Job-Futuromat des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung nutzen. Er zeigt auf, welchen Einfluss die moderne Technik auf den jeweils eingetragenen Beruf haben wird.

Soft Skills gewinnen an Bedeutung

Schon jetzt spielen die sogenannten Soft Skills in vielen Berufen eine entscheidende Rolle. Natürlich sind Fachkenntnisse und berufsspezifische Fähigkeiten unabdingbar. Aber um einen guten Job machen zu können, geht es eben auch nicht ohne Eigenschaften wie Kommunikationsvermögen, Teamfähigkeit, Kritikfähigkeit oder Zuverlässigkeit.

Denn ein Unternehmen kann nur dann erfolgreich sein und seine Ziele erreichen, wenn ein Team dahintersteht, das gut zusammenarbeitet und an einem Strang zieht.

Mehrere Studien betonen, dass die Soft Skills künftig noch viel wichtiger sein werden, als sie es heute schon sind. Und dafür gibt es mehrere Gründe. Ein Grund dafür ist, dass der Dienstleistungsbereich wächst. In einem Zeitalter, in dem die Märkte verschmelzen und letztlich jeder jederzeit weltweit einkaufen kann, reicht es nicht aus, nur gute Produkte zu haben.

Wer Kunden überzeugen und halten will, muss auch einen Top-Service bieten. Und hier spielt die menschliche Komponente eben eine zentrale Rolle.

Ein anderer Aspekt ist, dass Fachwissen sehr schnell veraltet sein kann. Durchhaltevermögen, Neugier, Offenheit für Neues, Flexibilität und die Bereitschaft, sich ständig weiterzuentwickeln und  dazuzulernen, sind deshalb Voraussetzungen, um auf dem Laufenden zu bleiben und mithalten zu können.

Hinzu kommt, dass sich die Arbeitswelt im Ganzen verändert. Home-Office, digitale Projektteams, Video-Konferenzen oder virtuelle Kommunikationswege sind nur ein paar Stichworte.

Doch sie zeigen, wie wichtig soziale Kompetenzen sind. Denn die besten Techniken nutzen wenig, wenn die Flexibilität fehlt, sich darauf einzulassen. Und wenn es den Menschen hinter den Bildschirmen nicht gelingt, trotz der räumlichen Distanz eine vertrauensvolle Nähe zu schaffen.

Mehr Ratgeber, Tipps und Anleitungen:

Thema: Auf diese Fähigkeiten kommt es in der künftigen Arbeitswelt an

Anzeige
Redakteure
Twitter

Veröffentlicht von

Redakteure

Mareike Dietzbach, 46 Jahre alt, Personalerin und Ausbilderin, sowie Simon Schneider, geboren 1981, Ausbilder und Bewerbungstrainer und Christian Gülcan als betreiber dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes zum Thema Ausbildung, Berufe, Praktikum, Berichtsheftführung mit vielen Tipps und Ratgebern für Auszubildene, Schüler und Umschüler, Studenten und Jobsuchende.

Kommentar verfassen