8 + 1 Tipps für die Suche nach einem Ausbildungsplatz

8 + 1 Tipps für die Suche nach einem Ausbildungsplatz

Wenn feststeht, in welche Richtung es nach der Schule beruflich weitergehen soll, beginnt die Suche nach einem passenden Ausbildungsplatz.

Hier sind ein paar Tipps dazu!

Einige Schüler wissen schon sehr früh, was sie später beruflich machen möchten. Andere Schüler haben zunächst keine konkreten Vorstellungen oder ändern ihre Berufswünsche immer wieder. Manche Schüler entdecken durch ein Praktikum ihren Wunschberuf oder stellen andersherum durch ein Praktikum fest, dass ihnen dieser Berufsbereich überhaupt nicht liegt.

Spätestens wenn das Ende der Schulzeit immer näher rückt, wird es aber Zeit, sich mit der Berufswahl zu beschäftigen. Und wenn in diesem Zuge ein oder mehrere Berufe in die engere Auswahl gekommen sind, geht es als nächstes darum, einen Ausbildungsplatz zu finden.

Damit das gut klappt, haben wir acht Tipps für die Suche nach einem Ausbildungsplatz zusammengetragen. Einen Zusatztipp, der sich auf eine schulische Ausbildung bezieht, gibt’s obendrauf.

 

Tipp Nr. 1: Möglichst früh mit der Suche beginnen.

Vor allem größere Unternehmen schreiben Ausbildungsplätze oft schon ein bis zwei Jahre vor dem Ausbildungsbeginn aus. Außerdem haben sie häufig lange Listen mit Bewerbern, die dort gerne eine Ausbildung absolvieren möchten. Bei Ämtern, Behörden, Verwaltungen und anderen öffentlichen Einrichtungen gibt es ebenfalls Vorlaufzeiten und Bewerbungsfristen.

Noch während der Schulzeit sollte sich der angehende Azubi deshalb informieren, bis wann seine Bewerbung vorliegen muss. Außerdem sollte er generell so früh wie möglich mit der Suche beginnen. Je mehr Zeit er hat, desto besser stehen die Chancen, eine Lehrstelle zu finden. Und absagen kann er schließlich immer noch, wenn er sich umentscheidet.

 

Tipp Nr. 2: Die App AzubiWelt herunterladen.

Die Arbeitsagentur hat in Zusammenarbeit mit Schülern die App AzubiWelt entwickelt. Eine Funktion der App ist die Rubrik „Entdecken“. Darin kann sich der angehende Azubi mithilfe von Bildern, Videos und Kurzbeschreibungen über die verschiedenen Ausbildungsberufe informieren und herausfinden, welche Berufe zu ihm passen. Daneben hat der angehende Azubi über die App Zugriff auf die größte Ausbildungsbörse in Deutschland.

In den individuellen Einstellungen kann er festlegen, dass er eine Nachricht bekommt, wenn neue, passende Ausbildungsplätze veröffentlicht werden. Außerdem kann er seine Suche verwalten und sich bei Fragen über die Kontaktfunktion direkt an die Arbeitsagentur wenden. Die App ist kostenlos und für Smartphones mit Android und Apple verfügbar.

 

Tipp Nr. 3: Sich über den regionalen Ausbildungsmarkt informieren.

Auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz kann sich der angehende Azubi auf planet-beruf.de regional über die Möglichkeiten rund um seinen Wohnort informieren. Er erfährt, wer Ausbildungen in seinem Wunschberuf anbietet, welche Ausbildungsmöglichkeiten es insgesamt gibt und wie viele Azubis sich in der Vergangenheit beworben haben.

Dadurch kann der angehende Azubi abschätzen, wie die Chancen auf einen Ausbildungsplatz stehen. Außerdem gibt es zu jeder Region eine Broschüre, in der alle wichtigen Informationen noch einmal zusammengefasst sind.

 

Tipp Nr. 4: Sich an die Berufsberatung wenden.

Ein Großteil aller Ausbildungsbetriebe arbeitet mit der Arbeitsagentur zusammen und lässt sich von ihr Bewerber für die freien Ausbildungsplätze vorschlagen. Der angehende Azubi sollte sich deshalb auf jeden Fall mit der Berufsberatung der örtlichen Arbeitsagentur oder des Jobcenters in Verbindung setzen.

Wenn er in der Datenbank steht und ein Ausbildungsbetrieb anfragt, gehört er vielleicht zu den Bewerbern, die vorgeschlagen werden. Dadurch erhöhen sich seine Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Und keine Sorge: Eine Verpflichtung geht der angehende Azubi damit nicht ein. Denn er kann natürlich selbst entscheiden, ob er sich bei dem jeweiligen Ausbildungsbetrieb bewerben möchte oder ob nicht.

 

Tipp Nr. 5: Viele Quellen nutzen.

Natürlich liegt es nahe, in den großen, bekannten Online-Stellenbörsen nach Ausbildungsplätzen zu suchen. Allerdings sollte sich der angehende Azubi darauf nicht beschränken. Denn diese Idee haben viele. Dementsprechend groß ist üblicherweise die Resonanz auf eine Stellenanzeige und damit auch die Konkurrenz für den angehenden Azubi.

Deshalb sollte er möglichst viele Quellen nutzen. So gibt es beispielsweise auf den Internetseiten von Unternehmen firmeneigene Stellenmärkte und auch auf den Seiten der Handwerkskammern sowie der Industrie- und Handelskammern finden sich Lehrstellenbörsen. Daneben kann sich ein Blick in die regionale Zeitung lohnen.

Außerdem erfährt der angehende Azubi bei Berufs- und Ausbildungsmessen oder bei Tagen der offenen Tür in Unternehmen, wie es mit Ausbildungsplätzen aussieht. Hier kann der angehende Azubi dann vielleicht auch gleich erste Kontakte knüpfen.

 

Tipp Nr. 6: Selbst die Initiative ergreifen.

Nicht alle Betriebe schreiben ihre Ausbildungsplätze aus. Es kann sich also durchaus lohnen, wenn der angehende Azubi die Initiative ergreift und einfach einmal nachfragt, ob die Firma auch ausbildet und ob er seine Bewerbung einreichen kann. Manchmal beschert eine solche Initiativbewerbung den gesuchten Ausbildungsplatz.

 

Tipp Nr. 7: Alternativberufe in Erwägung ziehen.

Auch bei den Ausbildungsberufen gibt es Trends und Moden. Zudem sind einige Berufe beliebter und andere Berufe weniger gefragt. Gut ist deshalb, wenn sich der angehende Azubi nicht auf einen einzigen Wunschberuf versteift.

Bei fast allen Ausbildungsberufen gibt es Alternativen, die mit dem Wunschberuf eng verwandt sind, in das gleiche Berufsfeld gehören oder genauso gut zu den Vorlieben und Interessen passen würden. Für den Fall, dass der angehende Azubi in seinem eigentlichen Wunschberuf nichts findet, sollte er sich daher rechtzeitig zwei, drei andere Berufe überlegen, auf die er ausweichen kann.

 

Tipp Nr. 8: Örtlich flexibel sein.

Manchmal gibt es in der Nähe des Wohnortes einfach keine freien Ausbildungsplätze. Einige Berufe werden zudem gar nicht bundesweit ausgebildet, sondern nur von einigen wenigen Betrieben in bestimmten Städten oder Regionen. Wird der angehende Azubi vor Ort nicht fündig, sollte er flexibel sein und sich auch woanders umschauen.

Möglicherweise findet er weiter weg eine Lehrstelle in seinem Wunschberuf. Das kann aber bedeuten, dass der Azubi umziehen muss. Können ihm seine Eltern finanziell nicht unter die Arme greifen, springt unter Umständen der Staat ein. Denn im Zuge der Berufsausbildung stehen verschiedene Förderprogramme zur Verfügung. Infos dazu, ob und welche finanzielle Unterstützung in Frage kommt, erhält der Azubi bei der Arbeitsagentur.

 

Zusatztipp bei einer schulischen Ausbildung

Bei der Suche nach einer Lehrstelle denkt der Azubi vielleicht in erster Linie an eine betriebliche Ausbildung. Eine betriebliche Ausbildung wird auch duale Ausbildung genannt, weil sie zwei Komponenten umfasst. So lernt der Azubi die praktischen Ausbildungsinhalte im Ausbildungsbetrieb und die theoretischen Ausbildungsinhalte in der Berufsschule.

Viele Ausbildungsberufe werden aber nicht nur als betriebliche, sondern auch als schulische Ausbildung angeboten. Einige Berufe wiederum werden nur schulisch ausgebildet. Der Azubi sollte also auch die Möglichkeit einer schulischen Ausbildung im Hinterkopf behalten.

Grundsätzlich gelten für die Suche nach einem schulischen Ausbildungsplatz die Tipps, die wir oben genannt haben. Zusätzlich dazu sollte der angehende Azubi aber noch das KURSNET nutzen. Hier sind die verschiedenen Bildungsangebote nach Orten und Berufen aufgeführt.

Mehr Ratgeber, Tipps und Anleitungen:

Thema: 8 + 1 Tipps für die Suche nach einem Ausbildungsplatz

Veröffentlicht von

Simon Schneider & Mareike Dietzbach

Mareike Dietzbach, 46 Jahre alt, Personalerin und Ausbilderin, sowie Simon Schneider, geboren 1981, Ausbilder und Bewerbungstrainer, schreiben hier Wissenswertes zum Thema Ausbildung, Berufe, Praktikum, Berichtsheftführung mit vielen Tipps und Ratgebern für Auszubildene, Schüler und Umschüler, Studenten und Jobsuchende.

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