3 Fragen zur Konzentrationsschwäche

3 Fragen zur Konzentrationsschwäche

Ein Wort liegt einem auf der Zunge, aber man kommt einfach nicht drauf. Man macht sich auf den Weg, um etwas zu holen oder zu erledigen, doch vor Ort angekommen, weiß man nicht mehr, was man hier wollte. Statt sich aufmerksam mit einer Aufgabe zu befassen, schweifen die Gedanken ständig ab. – Solche Situationen kennt vermutlich jeder. Solange eine Konzentrationsschwäche nur kurzfristig ist oder es nachvollziehbare Gründe dafür gibt, ist sie normal und kein Grund zur Sorge.

Anzeige

3 Fragen zur Konzentrationsschwäche

Doch wenn sich aus einer kleinen Konzentrationsschwäche eine ernsthafte Konzentrationsstörung entwickelt, sollte nach den Ursachen geforscht werden. Denn nicht nur die Leistungen des Azubis leiden und können sich nachteilig auf das Betriebsklima auswirken, wenn er ständig unkonzentriert ist.

Stattdessen kann die fehlende Konzentration auch ein Anzeichen für eine ernsthafte Erkrankung sein. Wir beantworten drei Fragen zur Konzentrationsschwäche!:

  1. Welche Ursachen kann eine Konzentrationsschwäche haben?

Wer sich nur schlecht konzentrieren kann, lässt sich zu schnell von äußeren Reizen ablenken. Der Betroffene ist nicht bei der Sache, sondern hat die verschiedensten Gedanken im Kopf.

Die häufigste Ursache für eine länger anhaltende Konzentrationsschwäche ist Stress. Der Betroffene ist psychisch überlastet und im Beruf oder privat überfordert. Er steht unter ständiger Anspannung und permanentem Zeitdruck. Während kurzfristiger Stress positiv sein und die Leistungsfähigkeit anregen kann, laugt Dauerstress die Psyche und den Körper aus.

Der Betroffene kann sich immer schlechter konzentrieren und hat zunehmend Probleme, Informationen zu erfassen und zu verarbeiten. Im schlimmsten Fall kommt es irgendwann zu einem Burn-out.

Daneben kann sich ein gestörter Schlaf nachteilig auf das Konzentrationsvermögen auswirken. Denn zu kurze Schlafphasen verhindern, dass die Hirnregionen, die für die Aufmerksamkeit zuständig sind, richtig arbeiten können. Ein Konzentrationsmangel kann also auch ein Anzeichen dafür sein, dass der Betroffene zu wenig oder nicht tief genug schläft.

Eine weitere Ursache kann die Ernährung sein. Um volle Leistungsfähigkeit erbringen zu können, braucht das Gehirn Wasser, Kohlenhydrate, Eiweiße, Fette, Mineralstoffe und Vitamine.

Eine unausgewogene oder ungesunde Ernährung führt dazu, dass die Hirnfunktionen beeinträchtigt sind. Auch zu wenig Kohlenhydrate verursachen Schwankungen im Blutzuckergehalt, die wiederum die Konzentrationsfähigkeit schwächen können. Wichtig ist außerdem, genug zu trinken, um einem Flüssigkeitsmangel vorzubeugen.

Neben der Ernährung spielt die körperliche Bewegung eine Rolle. Sport und andere körperliche Aktivitäten kurbeln die Durchblutung an. Dadurch wird das Gehirn besser mit Sauerstoff versorgt und das Konzentrationsvermögen steigt.

Studien belegen, dass Menschen mit zu wenig Bewegung öfter Probleme mit der Konzentration haben als sportlich aktive Personen.

  1. Auf welche Erkrankungen kann eine Konzentrationsschwäche hinweisen?

Eine eingeschränkte Konzentrationsfähigkeit kann auch ein Vorbote oder ein Anzeichen für verschiedene Grunderkrankungen sein. Im Zusammenhang mit Konzentrationsstörungen denken viele sicher an Alzheimer oder Demenz.

Anzeige

Aber auch eine gestörte Durchblutung des Gehirns kann eine Konzentrationsschwäche hervorrufen. So eine Mangeldurchblutung geht oft auf eine Arteriosklerose, also eine Art Verkalkung der Hirngefäße zurück.

Bei Kindern und Jugendlichen ist eine ausgeprägte Konzentrationsschwäche häufig mit einer Aufmerksamkeitsdefizitstörung verbunden. Von ADS oder ADHS können aber auch Erwachsene betroffen sein. Bei diesem Krankheitsbild sind bestimmte Regelkreise im Gehirn, die die Aufmerksamkeit und Konzentration steuern, gestört.

Ein zu niedriger Blutdruck, eine Unterfunktion der Schilddrüse, eine Nierenschwäche, ein zu hoher Blutzuckerspiegel oder Depressionen sind weitere Grunderkrankungen, die eine Konzentrationsschwäche hervorrufen können. Treten die Konzentrationsstörungen sehr oft, über einen längeren Zeitraum hinweg oder plötzlich und ohne erkennbaren Grund auf, ist es ratsam, einen Arzt zu konsultieren.

Auch wenn der Betroffene sich von seiner mangelnden Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigt fühlt oder deswegen sogar Ängste entwickelt, sollte er die Angelegenheit unbedingt medizinisch abklären lassen.

  1. Was kann der Betroffene gegen die Konzentrationsschwäche unternehmen?

Wie schon erklärt, sind eine ausgewogene Ernährung und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zwei wichtige Faktoren, um die Konzentrationsfähigkeit zu erhalten.

Deshalb ist wichtig, sich vernünftig zu ernähren, sich Zeit fürs Essen zu nehmen und über den Tag verteilt genug Wasser, Tee oder ungesüßte Säfte zu trinken. Auf zu viel Kaffee sollte der Betroffene hingegen verzichten. Denn Koffein kann nur noch unruhiger machen.

Um Stress abzubauen, helfen regelmäßige Ruhepausen. Auch Entspannungstechniken wie Atemübungen, autogenes Training oder Yoga sind ein bewährtes Mittel, um zur Ruhe zu kommen und zu lernen, sich besser auf etwas zu fokussieren. Überkreuz-Bewegungen trainieren die Zusammenarbeit der beiden Gehirnhälften.

Dafür kann der Betroffene zum Beispiel den rechten Ellenbogen zum linken Knie führen und andersherum den linken Ellenbogen zum rechten Knie bewegen. Weil eine Körperhälfte jeweils von der gegenüberliegenden Gehirnhälfte gesteuert wird, sind bei Überkreuz-Übungen beide Hirnhälften gefragt.

Selbstverständlich sollte der Betroffene außerdem darauf achten, genug zu schlafen. Regelmäßig acht Stunden Schlaf sollten es schon sein. Sinnvoll ist auch, den Medienkonsum etwas herunterzufahren. Denn je mehr Reize und Informationen auf den Betroffenen einwirken, desto größer sind die Ablenkungen und desto schwerer ist es, sich zu konzentrieren.

Mehr Ratgeber, Tipps und Anleitungen:

Thema: 3 Fragen zur Konzentrationsschwäche

Anzeige
Redakteure
Twitter

Veröffentlicht von

Redakteure

Mareike Dietzbach, 46 Jahre alt, Personalerin und Ausbilderin, sowie Simon Schneider, geboren 1981, Ausbilder und Bewerbungstrainer und Christian Gülcan als betreiber dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes zum Thema Ausbildung, Berufe, Praktikum, Berichtsheftführung mit vielen Tipps und Ratgebern für Auszubildene, Schüler und Umschüler, Studenten und Jobsuchende.

Kommentar verfassen