Liste: 2 jährige Ausbildungsberufe, Teil IV

Liste: 2 jährige Ausbildungsberufe, Teil IV

Interessen und Stärken, die weniger in der Theorie, sondern vor allem im praktischen Bereich liegen. Der Wunsch, eine solide Ausbildung zu absolvieren, aber trotzdem möglichst schnell als qualifizierte Fachkraft ins Berufsleben einzusteigen.

Die Absicht, erst einmal einen Beruf als Grundlage zu lernen, um sich dann später durch eine Anschlussausbildung oder Zusatzqualifizierung weiterzubilden. Die Chance, überhaupt einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Es kann viele Gründe geben, warum sich jemand für einen Beruf mit zweijähriger Ausbildungsdauer entscheidet. In unserer mehrteiligen Reihe stellen wir die 2-jährigen Ausbildungsberufe vor.

Hier kommt nun Teil IV der Liste:

Polster- und Dekorationsnäher/in

Polster- und Dekorationsnäher fertigen Bezüge für Polstermöbel wie Sofas, Sessel und Liegen an. Daneben nähen sie Bettüberwürfe, Matratzenbezüge, Vorhänge, Stoffrollos, Lampenschirme und Wandbespannungen. Dabei beginnt ihre Arbeit mit der Auswahl der Stoffe. Bei den Stoffen kann es sich je nach Auftrag um Bezugs- oder um Dekorationsstoffe handeln.

Der nächste Schritt ist der Zuschnitt der Stoffteile, anschließend folgt das Nähen per Nähmaschine oder von Hand. Als Grundlage für die Werkstücke dienen meist Vorlagen oder Zeichnungen. Sind die Teile zusammengenäht und die Nähte versäubert, bringen Polster- und Dekorationsnäher Verzierungen wie Knöpfe, Fransen, Kordeln oder Spitzen an und nähen Reißverschlüsse ein. Zum Schluss bügeln sie die fertigen Arbeiten auf.

Neben den Näharbeiten sind Polster- und Dekorationsnäher auch für die Pflege und die Wartung ihrer Werkzeuge und Arbeitsgeräte zuständig.

Die Ausbildung wird in der Industrie und im Handwerk angeboten. Arbeitsplätze bieten hauptsächlich Fachbetriebe des Raumausstatterhandwerks, Polstermöbelhersteller, Gardinenfabriken sowie Kauf- und Möbelhäuser in den Abteilungen Raumausstattung und Innendekoration.

Produktionsfachkraft Chemie

Produktionsfachkräfte Chemie kommen zum Einsatz, wenn chemietechnische Produktions- und Verarbeitungsprozesse anstehen. Zu ihrem Aufgabenbereich gehört, die Mischungen für beispielsweise Klebstoffe, Pflanzendüngemittel, Seifen, Farben oder Arzneimittel nach den jeweiligen Rezepturen zuzubereiten.

Außerdem richten sie die Apparaturen für den Produktionsprozess ein und bedienen die Anlagen. Dabei haben sie die Messinstrumente immer im Blick, damit sie sofort eingreifen können, falls es zu Abweichungen von den Sollwerten kommen sollte. Während des Produktionsprozesses entnehmen Produktionsfachkräfte Chemie Proben und prüfen sie im Labor.

Die Verpackung und die Lagerung der fertigen Erzeugnisse gehört ebenfalls zu ihrem Aufgabenbereich. Auch an der Wartung und Instandhaltung der Apparaturen und Anlagen sind sie beteiligt. Die Ausbildung wird von der chemischen Industrie angeboten.

Nach erfolgreich absolvierter Ausbildung können Produktionsfachkräfte Chemie unter anderem bei Farben- und Lackherstellern, in der Arzneimittelindustrie, bei Unternehmen im Bereich der Mineralölverarbeitung oder in Betrieben, die Produkte wie Kunststoffe, Klebstoffe, Pflanzenschutzmittel, Seifen, Chemiefasern oder Farbstoffe herstellen, arbeiten.

Produktprüfer/in – Textil

Produktprüfer – Textil kümmern sich um die letzte Station beim Fertigungsprozess von textilen Produkten. Sie kontrollieren nämlich die gefertigten Textilgewebe und prüfen sie auf Fehler. Sind Fehler vorhanden, bessern sie diese aus, indem sie beispielsweise Verschmutzungen entfernen, Farbunterschiede ausgleichen oder kleinere Löcher stopfen.

Ein Großteil dieser Arbeiten erfolgt in Handarbeit. Die erkannten und behobenen Fehler halten Produktprüfer – Textil in Prüfprotokollen fest. Lässt sich am Schadensbild erkennen, welche Ursache zum Fehler geführt hat, informieren Produktprüfer – Textil umgehend die Produktionsleitung, damit die Fehlerquelle beseitigt werden kann.

Die Ausbildung findet in der Industrie statt. Arbeitsplätze für Produktprüfer – Textil bieten in erster Linie Betriebe der Textilindustrie und Bekleidungshersteller.

Servicefachkraft für Dialogmarketing

Servicefachkräfte für Dialogmarketing sind die Ansprechpartner für Kunden von Unternehmen aller Art. Dabei können sie sowohl im Outbound als auch im Inbound tätig sein. Im Outbound beraten sie Kunden und verkaufen Produkte oder Dienstleistungen.

Teilweise werden sie dabei von Interessenten kontaktiert, teilweise nehmen sie selbst den Kontakt zu möglichen Kunden auf. Im Inbound sind Servicefachkräfte für Dialogmarketing für die Bearbeitung von Anfragen, Aufträgen und Reklamationen zuständig. Ihre wichtigsten Arbeitsgeräte sind der Computer und das Telefon.

Servicefachkräfte für Dialogmarketing kommunizieren nämlich per Telefon, E-Mail oder Chat mit den Kunden. Auch die Pflege der Kundendatenbank gehört in ihren Aufgabenbereich.

Die Ausbildung zur Servicefachkraft für Dialogmarketing kann in der Industrie oder im Handel erfolgen. Arbeitsplätze stehen in Service- und Kundencentern von Dienstleistungs-, Handels- und Industrieunternehmen aller Branchen sowie in Call-Centern zur Verfügung.

Servicefahrer/in

Servicefahrer sind Fachleute in Sachen Warenauslieferung. Ihr Arbeitstag beginnt mit der Planung der Route an diesem Tag. Steht die Route fest, nehmen sie die auszuliefernden Waren samt Lieferscheinen entgegen, prüfen sie auf Vollständigkeit und laden sie in ihr Fahrzeug. Auf ihrer Tour fahren sie die einzelnen Stationen ab und übergeben die Sendungen an den Empfänger. Liefern sie Möbel, Geräte und ähnliche Gegenstände aus, tragen sie die Waren auch in die Räume des Kunden, bauen oder stellen sie auf und weisen den Kunden in die Bedienung ein.

Servicefahrer nehmen Zahlungen für Warenlieferungen entgegen, holen Sendungen beim Kunden ab und nehmen Reklamationen auf. Ist die Tour beendet, laden sie abgeholte und nicht zustellbare Sendungen aus und geben sie zusammen mit den Belegen, Lieferpapieren, Aufträgen und angenommenen Zahlungen der Tour an die zuständigen Stellen ab.

Die Ausbildung wird in der Industrie und im Handel angeboten. Arbeiten können Servicefahrer für Unternehmen aller Branchen, die Servicedienste beim Kunden leisten.

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