Übersicht zu neuen Ausbildungsberufen

Infos und Übersicht zu neuen Ausbildungsberufen ab 2009 

Auch in diesem Jahr treten voraussichtlich zum 01. August neue oder modernisierte Ausbildungsberufe in Kraft.

Hier dazu eine Übersicht:

•        Bergbautechnologe.

Der bisherige Ausbildungsberuf zum Bergmechaniker wird modernisiert und durch die Tiefbohrtechnik erweitert. Die Hintergründe für die Notwendigkeit der Modernisierung liegen darin, dass der hohe Mechanisierungsgrad und die teilautomatisierten Arbeitsabläufe in Bergbaubetrieben vor allem den qualifizierten Umgang mit bergbautechnischen Maschinen, Systemen und Anlagen notwendig machen.

Die Ausbildungsdauer wird auf drei Jahre verkürzt, nicht zuletzt deshalb, weil die Metallbearbeitung weniger ins Gewicht fällt als bislang. Die neue Ausbildungsstruktur erfolgt mit den Fachrichtungen Tiefbautechnik und Tiefbohrtechnik und ist erstmals auch für Frauen möglich.

•        Fotograf.

Dieser Ausbildungsberuf wird dahingehend modernisiert, dass künftig die Ausbildung mit den Schwerpunkten Porträtfotografie, Produktfotografie, Industrie- und Architekturfotografie sowie Wissenschaftsfotografie erfolgt.

Es wird ein recht breites Grundlagenwissen vermittelt, so dass nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung grundsätzlich eine Tätigkeit in nahezu allen Bereichen der Fotografie möglich wird, allerdings ermöglicht die Differenzierung, die Schwerpunkte an den für den Ausbildungsbetrieb erforderlichen Stellen zu setzen.

Erweitert wurden die Ausbildungsinhalte zudem um die Bereiche Beleuchtung und Licht, fotorechtliche Vorschriften, Bilddatenhandling und Bildbearbeitung inklusive Farbmanagement.

•        Industrieelektriker.

Hierbei handelt es sich um einen neuen Ausbildungsberuf mit den Fachrichtungen Betriebstechnik sowie Geräte und Systeme, für den eine zweijährige Ausbildungsdauer vorgesehen ist.

Durch die praxisnahe Ausbildung in Produktion und Fertigung bei Industriebetrieben wird ein recht schneller Facharbeiterabschluss möglich.

•        Kaufmann im Einzelhandel.

Dieser Ausbildungsberuf wird modernisiert, um den veränderten Anforderungen im Einzelhandel gerecht werden zu können. Neben der Verkaufs- und Serviceorientierung liegen die Schwerpunkte der Ausbildung in der Kosten- und Leistungsrechnung, Statistiken, Steuerungen mittels Kennziffern, der erweiterten Warenkunde sowie erstmals auch IT-bezogenen Qualifikationen.

Die ersten beiden Ausbildungsjahre entsprechen der Ausbildung zum Verkäufer, wobei auf freiwilliger Basis weitere Qualifikationen in den Bereichen Warenannahme/ Warenlagerung, Beratung und Verkauf, Kasse oder Marketingmaßnahmen gewählt werden können. Im dritten Lehrjahr werden dann Einzelhandelsprozesse in die Ausbildungsinhalte integriert. Die Abschlussprüfung erfolgt als Gestreckte Prüfung.

•        Keramiker.

Die modernisierte Ausbildungsstruktur sieht keine Spezialisierung in die bisherigen drei Fachrichtungen Scheibentöpferei, Baukeramik und Dekoration mehr vor. Die grundlegenden Pflichtqualifikationen müssen von allen Auszubildenden erworben werden, daneben sind Wahlqualifikationen vorgesehen.

•        Musikfachhändler.

Dieser Ausbildungsberuf stellt die modernisierte Form des bisherigen Musikalienhändlers dar. Neben dem Grundwissen im Hinblick auf Musikinstrumente, Musikalien und Tonträger werden in die neu gegliederten Ausbildungsinhalte auch kaufmännisch-betriebswirtschaftliche und rechtliche Aspekte sowie Kompetenzen im Zusammenhang mit Fremdsprachen, IT, Kommunikation, Arbeitsorganisation sowie Kunden- und Serviceorientierung aufgenommen.

Die Abschlussprüfung erfolgt als gestreckte Prüfung.

•        Technischer Modellbauer.

Die Ausbildungsdauer beträgt 3,5 Jahre und erfolgt als duale Ausbildung mit den Fachrichtungen Gießerei, Karosserie und Produktion oder Anschauung.

•        Werkfeuerwehrmann.

Die dreijährige Ausbildung erfolgt im Betrieb und in der Berufsschule. Vermittelt werden alle Inhalte im Hinblick auf die Gefahrenabwehr und den vorbeugenden Brandschutz in Betriebsstätten mit erhöhtem Gefahrenpotenzial, beispielsweise also in chemischen Betrieben, in der Metall- und Elektroindustrie sowie in Kraftwerken, in der Automobilindustrie, in Gießereien oder an Flughäfen und Häfen.

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