Stress und Probleme im Ausbildungsbetrieb

Was tun bei Streß und Problemen mit dem Ausbildungsbetrieb? 

Nach Ende der Schulzeit und nachdem eine Bewerbung den entscheidenden Erfolg gebracht hat, beginnt für viele der Teil des Lebens, der das spätere Berufsleben deutlich prägt, nämlich die Ausbildung oder Lehre.

Mit Beginn der Ausbildung ändert sich der bisherige Tagesablauf, der Azubi lernt neue Kollegen kennen und sieht sich mit neuen Anforderungen an seine fachlichen und körperlichen Fertigkeiten konfrontiert. In den meisten Fällen gewöhnt sich der Azubi an diese neue Situation, allerdings ist dies nicht immer so.

Video zum Thema Gewerkschaften, JAV und Hilfe für Auszubildene:

 

 

In einigen Fällen hat der Azubi das Gefühl, dass er ein Schattendasein fristet und kaum etwas lernt oder die Chemie zwischen Ausbildungsbetrieb, Kollegen und Azubi stimmt schlichtweg nicht oder nicht mehr.

 

Aber was tun, wenn es Stress bzw. Probleme mit dem Ausbildungsbetrieb gibt?:

  Direkte Gespräche     

Der erste Schritt sollte immer sein, miteinander zu sprechen. Gibt es Ärger mit dem Chef oder einem Mitarbeiter sollte man sich zusammensetzen und versuchen, die Situation zu klären.

Ist dies nicht möglich, kann sich der Azubi zunächst auch an jemanden im Betrieb wenden, den er mag und dem er vertraut. Vielleicht kann diese Person zunächst etwas vermitteln, allerdings führt auch in dem Fall kein Weg an einem direkten Gespräch vorbei.

• Personalrat und Betriebsrat      

Ist ein direktes Gespräch nicht möglich oder hat keinen wirklichen Erfolg gebracht, kann sich der Azubi an denjenigen wenden, der die Azubis in dem Betrieb betreut und vertritt oder auch an den Personal- oder Betriebsrat.

Zudem gibt es Ausbildungsberater, die mit Rat und Tat zur Seite stehen. Wer der Ausbildungsberater ist, an den sich der Azubi wenden kann, ergibt sich aus der Stelle, die für die Berufsausbildung zuständig ist und den Ausbildungsvertrag abgestempelt hat. Dies kann beispielsweise die IHK, die HWK oder die Landesärztekammer sein. Daneben können auch die Beratungslehrer der Berufsschulen Ansprechpartner sein.

 Berufsberatung      

Versteht sich der Azubi mit Chef und Kollegen gut, aber kommt es zu Stress während der Ausbildung, weil der Azubi mit den Inhalten der Ausbildung nicht zurecht kommt oder nur schlechte Noten in der Berufsschule und bei Zwischenprüfungen erreicht, besteht die Möglichkeit, sich an die Berufsberatung zu wenden.

Diese vermittelt die sogenannten abH, ausbildungsbegleitende Hilfen, die im Grunde genommen kostenfreier Nachhilfeunterricht sind.

• Ausbildung abbrechen       

Wenn alles nichts mehr hilft, bleibt es letzte Möglichkeit nur noch, die Ausbildung abzubrechen. Bevor diese Entscheidung jedoch getroffen wird, sollte sich der Azubi unbedingt an die Agentur für Arbeit wenden.

Zusammen mit den Berufsberater kann vielleicht eine Lösung gefunden werden, wie der Azubi seine Ausbildung in einem anderen Betrieb ohne Unterbrechung weiterführen kann oder welche Alternativen für ihn in Frage kommen.

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