Ausbildungen im Bereich Kosmetik und Wellness

Basiswissen zu Ausbildungen im Bereich Kosmetik und Wellness 

Ein verändertes Bewusstsein für Ästhetik, der Wunsch nach ganzheitlichem Wohlbefinden, neue Erkenntnisse aus der Forschung und immer wieder aktuelle Trends führen dazu, dass sich die Kosmetik- und Wellnessbranche konstant verändert.

In der Folge ergeben sich nicht nur durch die klassischen Berufsbilder in diesem Bereich interessante Ausbildungsmöglichkeiten, sondern es eröffnen sich immer wieder auch neue Berufe und Tätigkeitsschwerpunkte.

Allerdings werden nicht alle Berufe als bundeseinheitlich geregelte Ausbildung angeboten oder sind staatlich anerkannt. Sehr wichtig ist daher, sich im Vorfeld genau über den Anbieter und die Qualität der Ausbildung zu informieren.

Hier nun aber Basiswissen zu Ausbildungen im Bereich Kosmetik und Wellness im kompakten Überblick: 

Basiswissen zu Ausbildungen im Bereich Kosmetik

Die Kosmetik verfolgt in erster Linie die Absicht, den menschlichen Körper zu pflegen, zu verschönern und Makel zu kaschieren. Dabei nutzen Menschen die Möglichkeiten der Kosmetik schon seit jeher, allerdings hat sich die Kosmetik im Laufe der Zeit sehr verändert, sowohl im Hinblick auf die verwendeten Mittel und Produkte als auch hinsichtlich der Anwendungen und der Anwender.

Mittlerweile sind die Grenzen zwischen dem Kosmetik-, dem Wellness- und dem Gesundheitsbereich fließend. Hinzu kommt, dass Kosmetik heute nicht mehr nur den oberen Schichten zugänglich ist, sondern jedem zur Verfügung steht, was zu einer entsprechend großen Nachfrage führt.  Insgesamt bietet der Kosmetikbereich eine Vielzahl unterschiedlicher Berufs- und Spezialisierungsmöglichkeiten, aber es werden nur wenige staatlich anerkannte Ausbildungen angeboten.

Zu diesen staatlich anerkannten Ausbildungsberufen gehören der Kosmetiker, der Friseur, der Masseur und der medizinische Bademeister. Allein bei diesen vier Berufen wird aber schon das breitgefächerte Feld deutlich, das der Kosmetikbereich bietet. Während sich der Kosmetiker nämlich hauptsächlich mit der Behandlung von Gesicht und Körper beschäftigt, kümmert sich der Friseur in erster Linie um die Haare. Die Aufgabenschwerpunkte des Masseurs und des medizinischen Bademeisters hingegen sind eher im gesundheitlichen Bereich der Kosmetik angesiedelt.

Neben diesen traditionellen Kosmetikberufen gibt es aber auch eine ganze Reihe an Sonder- und Spezialberufen. Recht häufig ergeben sich diese Berufe aus einem aktuellen Trend heraus und werden weniger als einheitlich geregelte Ausbildungen, sondern eher in Form von Kursen, Lehrgängen oder als Weiterbildungsmöglichkeit angeboten. Beispiele für solche Berufe sind der Stil- oder Farbberater, der Tätowierer oder der Nageldesigner.

Welche Anforderungen erfüllt sein müssen, um eine Ausbildung im Kosmetikbereich absolvieren zu können, hängt zum einen vom jeweiligen Berufsbild und zum anderen vom Anbieter der Ausbildung ab. Gemeinsam ist jedoch allen Kosmetikberufen, dass ein Gespür für gutes Aussehen und Trends sowie ein gewisses Maß an Stilsicherheit vorhanden sein sollte. Zudem gehören Kreativität, Serviceorientierung und Kontaktfreude zu den unabdingbaren Eigenschaften.     

Basiswissen zu Ausbildungen im Bereich Wellness

Es gibt kaum eine Branche, die sich in den letzten Jahren so sehr verändert hat wie die Wellness-Branche. In Zeiten, die zunehmend von Hektik, Stress und Leistungsdruck geprägt sind, steigt das Bedürfnis der Menschen, wieder zur Ruhe zu kommen, neue Kräfte zu tanken und das eigene Wohlbefinden ganzheitlich zu steigern.

Gleichzeitig profitiert der Wellness-Sektor regelmäßig von aktuellen Trends und neuen Forschungsergebnissen, wobei vielfach traditionelle Lehren und altbewährte Anwendungen mit modernen Konzepten kombiniert werden.  Insgesamt sind die Berufe im Wellness-Sektor noch verhältnismäßig jung und bei den meisten handelt es sich nicht um staatlich anerkannte Ausbildungsberufe.

Stattdessen werden die Berufe häufig an privaten Wellness- und Kosmetikschulen ausgebildet, wobei es aber sehr große Unterschiede im Hinblick auf die Ausbildungsqualität geben kann. Eine weitere Problematik besteht darin, dass sich selbst Experten uneinig darüber sind, welche Berufe überhaupt in die Gruppe der Wellness-Berufe gehören. Der Sektor Wellness erstreckt sich nämlich von Naturheilverfahren über Lifestyle- und Gesundheitsberatung bis hin zu Medizin- und Bio-Wellness.

Abgesehen von klassischen Berufen wie dem Masseur, dem Physiotherapeut oder dem medizinischen Bademeister ist kaum eine der Berufsbezeichnungen, die auf dem Wellness-Markt anzutreffen sind, geschützt und nur die wenigsten Ausbildungen sind staatlich anerkannt. Gerade weil die meisten Ausbildungen nicht staatlich anerkannt sind und keiner einheitlichen Prüfungsverordnung unterliegen, ist es sehr wichtig, sich ausführlich über den Anbieter und die Qualität der Ausbildung zu informieren.

Sehr viele Kurse, Lehrgänge und Seminare versprechen zwar anerkannte Zertifikate und gute Berufsaussichten, in der Praxis zeigt sich aber oft, dass sie viel zu theoretisch aufgebaut sind, um die erforderlichen Kompetenzen in der kurzen Zeit auch nur annähernd vermitteln zu können. Als grobe Faustregel gilt daher, dass der Praxisteil mindestens die Hälfte der Wellness-Ausbildung ausmachen sollte.

Zudem sollten die Ausbilder sowohl fachliche als auch pädagogische Qualifikationen vorweisen können. Ähnlich wie bei den Berufen im Kosmetikbereich hängen die konkreten Anforderungen vom Anbieter der Ausbildung und dem jeweiligen Beruf ab, denn ein Wellnessberater oder Saunameister muss sicherlich andere Eigenschaften und Interessen mitbringen als ein Gesundheitscoach oder Masseur.

Wer im Bereich Wellness arbeiten möchte, sollte aber auf jeden Fall ein ausgeprägtes Gesundheitsbewusststein, Verantwortungsgefühl, Kontaktfreude und Serviceorientierung mitbringen.

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