Do’s und Dont’s im neuen Job

Do’s und Dont’s im neuen Job

Der Bewerbungsmarathon ist geschafft und der Ausbildungs- oder Arbeitsvertrag in der Tasche. Doch wer glaubt, das Schwierigste nun hinter sich zu haben, der irrt. Jetzt warten erst die richtigen Herausforderungen, denn es gilt, sich im neuen Job zu beweisen.

Und dabei lauern so einige Stolperfallen. Allerdings sind es oft weniger die fachlichen Inhalte, die den oder die Neue ins Straucheln bringen, sondern vielmehr das Miteinander im Team.

 

Die Do’s und Dont’s im neuen Job

Ein Unternehmen ist im Prinzip eine kleine, in sich geschlossene Gesellschaft. Damit die Zusammenarbeit funktioniert, muss es bestimmte Regeln geben. Manchmal werden diese Regeln offen kommuniziert, manchmal sind es eher ungeschriebene Gesetze. Zudem entwickeln sich in den verschiedenen Abteilungen oft gewisse Gepflogenheiten und Codes, an die sich alle stillschweigend halten.

Grundsätzlich sind solche Regeln und Codes eine nützliche Orientierungshilfe und schaffen eine sinnvolle Basis für ein effektives Miteinander. Das Problem ist nur, dass der oder die Neue selten die Gelegenheit hat, die unternehmens- oder abteilungsinternen Gepflogenheiten allmählich kennenzulernen. Stattdessen wird er oder sie meist ins kalte Wasser geworfen.

Um dann Fettnäpfchen zu vermeiden, niemandem auf die Füße zu treten und sich den Einstieg nicht unnötig schwer zu machen, ist es ratsam, ein paar Grundregeln zu beachten:

 

Auf ein gepflegtes Outfit achten.

In vielen Betrieben wird einheitliche Arbeitskleidung getragen, die dann meist der Arbeitgeber zur Verfügung stellt. Gibt es eine Uniform, stellt sich die Frage nach dem richtigen Outfit natürlich nicht. Dennoch sollte der oder die Neue auf ein sauberes und ordentliches Erscheinungsbild achten.

Es kann nicht schaden, eine Ersatzgarnitur im Spind zu deponieren, falls während der Arbeit doch mal etwas danebengeht. Gibt es keine Dienstbekleidung, sollte sich der oder die Neue am üblichen Dresscode im Unternehmen orientieren.

Hat er oder sie beim Vorstellungsgespräch nicht darauf geachtet, was die Kollegen tragen, hilft vielleicht ein Blick auf die Homepages des Unternehmens und anderer Firmen derselben Branche weiter. Oft sind hier Fotos hinterlegt, auf denen auch Mitarbeiter zu sehen sind. Ansonsten kann mit einer legeren Stoffhose, einem Hemd oder einem Poloshirt und einem Sakko für Herren sowie einem Hosenanzug oder einem Kostüm mit einem schlichten Oberteil für Damen nichts schiefgehen. Sollte das Outfit eine Spur zu chic sein, kann es durch das Ausziehen von Sakko oder Blazer im Handumdrehen etwas aufgelockert werden.

Im Zweifel ist es aber immer besser, etwas zu elegant angezogen zu sein als zu leger. Zudem wäre es sehr peinlich, wenn der oder die Neue gleich beim ersten Meeting durch den Freizeitlook auffällt, während alle anderen im Businesslook erscheinen.

 

Sachlich und schön höflich bleiben.

Natürlich ist der oder die Neue am ersten Arbeitstag nervös. Schließlich ist alles unbekannt und unzählige Dinge müssen erfasst und umgesetzt werden. So mancher versucht seine Nervosität dann durch Humor zu überspielen. Witzige Kommentare und lustige Sprüche kommen aber oft nicht besonders gut an.

Sie lassen nämlich schnell den Eindruck entstehen, dass der oder die Neue den Job nicht sehr ernst nimmt. Außerdem können sie flapsig und unhöflich wirken, so mancher Gesprächspartner kann sich auch vor den Kopf gestoßen fühlen. Besser ist deshalb, ehrlich zu sein und einzugestehen, wenn etwas nicht verstanden wurde.

Jeder wird dafür Verständnis haben, dass am Anfang noch nicht alles reibungslos funktioniert. Schließlich war jeder Kollege selbst einmal in der Rolle des neuen Kollegen.

Läuft etwas schief, sollte der Sachverhalt sachlich, aber direkt angesprochen werden. Wer alles stillschweigend hinnimmt oder sich nicht traut, seine Meinung zu sagen oder konstruktive Kritik zu üben, verliert an Autorität. Der nette Kollege zu sein, der zu allem Ja und Amen sagt, ist für die Karriere nicht unbedingt förderlich.

 

Nicht von sich aus duzen.

In einigen Unternehmen duzen sich die Kollegen untereinander, in anderen Unternehmen wird reihum und unabhängig von der Position geduzt. In wieder anderen Unternehmen bleibt es beim Sie. Doch egal, was am neuen Arbeitsplatz üblich ist, gilt: Der oder die Neue sollte die Kollegen und den Chef immer und ausnahmslos siezen.

Bloß weil sich die anderen, die vielleicht schon viele Jahre lang zusammenarbeiten, duzen, heißt das nicht, dass der oder die Neue hier munter mitmachen darf. Einfach Du zu sagen, kann schnell als unhöflich und flapsig ausgelegt werden und die guten Manieren vermissen lassen.

Besser ist deshalb, abzuwarten, bis einem das Du angeboten wird. Dies gilt auch bei jüngeren Kollegen, denn in einem Unternehmen bietet normalerweise der ranghöhere Mitarbeiter das Du an.

 

Unterhalten, aber nicht tratschen oder lästern.

Gerade am Anfang ist es wichtig, sich einzubringen und Kontakte zu knüpfen. Schließlich will der oder die Neue ja nicht ewig der neue, unbekannte Kollege bleiben, sondern zum Team gehören. Zudem kann es überaus hilfreich sein, ein paar Ansprechpartner zu haben, die bei Fragen weiterhelfen können. Allerdings muss die Kommunikation im Rahmen bleiben.

Wer seine Vorliebe für Smalltalk allzu offen auslebt und sich an jeder Unterhaltung rege beteiligt, gilt schnell als geschwätzig und nicht unbedingt fleißig. Zuviel Privates preiszugeben, ist ebenfalls nicht clever, denn letztlich spricht der oder die Neue mit Arbeitskollegen und nicht mit engen Freunden. Es gilt also, den richtigen Mittelweg zu finden.

Ein absolutes No-Go wiederum ist, sich an Lästereien zu beteiligen. Wenn der oder die Neue munter mitmacht, wenn die Kollegen über einen anderen Kollegen oder den Chef herziehen, liegt der Verdacht nahe, dass der oder die Neue an anderer Stelle auch über diese Kollegen herziehen wird. Und mit einer lästernden Tratschtante möchten die wenigsten gerne zusammenarbeiten.

 

Beim Essen nicht zum Außenseiter werden.

Beim netten Plausch während der Mittagspause ist der oder die Neue gut beraten, nicht ständig über das Essen in der Betriebskantine zu mäkeln oder generell Essgewohnheiten zu kritisieren.

Wer eine lange Liste mit Lebensmitteln aufzählt, die vom eigenen Speiseplan gestrichen sind, oder andere ständig über Kalorien, Inhaltsstoffe, Risiken oder moralische Aspekte belehrt, gilt schnell als eher schwierig. Wer beim gemeinsamen Essen dauernd Sonderwünsche äußert, wird schnell als jemand abgestempelt, der immer eine Extrawurst sein will.

Natürlich muss sich niemand verbiegen und etwas essen, das ihm widerstrebt. Seine Vorbehalte sollte er aber einfach für sich behalten und den anderen deren Essen nicht vermiesen.

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