3 Gründe für eine Ausbildung zum Erzieher

3 Gründe für eine Ausbildung zum Erzieher

Der Mann geht arbeiten und verdient das Geld für die Familie. Die Frau bleibt zu Hause, kümmert sich um den Haushalt und erzieht die Kinder. – Dieses klassische Rollenbild hat sich längst verändert.

Immer mehr Frauen stehen mit beiden Beinen fest und erfolgreich im Berufsleben. Die Kinder besuchen eine Kindertagesstätte, gehen in den Kindergarten oder verbringen ihre Nachmittage in einer betreuten Freizeiteinrichtung. Dort übernehmen Erzieherinnen die Betreuung der Kinder. Schließlich ist der Erzieherberuf ein klassischer Frauenberuf. Auch in modernen Zeiten halten sich die Klischees also tapfer.

Die vieldiskutierte Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt scheint irgendwie noch keine allzu großen Früchte zu tragen. Frauen erobern zwar allmählich auch die klassischen Männerdomänen. Bei den Männern sieht es aber ganz anders aus. So sind gerade einmal rund vier Prozent aller Erzieher in Deutschland männlich.

Dabei gibt es überhaupt keinen Anlass zu der Vermutung, dass Männer die Voraussetzungen für eine Tätigkeit als Erzieher nicht mitbringen. Es wäre also eigentlich nur fair, wenn Männer ebenso wenig wie Frauen mit irgendwelchen Vorurteilen konfrontiert würden. Andererseits sind Männer erst seit den 1970er-Jahren zur Erzieherausbildung zugelassen.

Bis dahin war der Erzieherberuf tatsächlich ein reiner Frauenberuf. Begründet wurde das damit, dass Männer ungeduldiger, aggressiver und weniger feinfühlig wären als Frauen. Um Kindern etwas beizubringen, wäre aber gerade Geduld eine wichtige Voraussetzung. Zudem wäre Frauen die Fähigkeit, Kinder zu versorgen und zu erziehen, durch ihre Funktion als Mutter quasi in die Wiege gelegt. Solche Ansichten sind natürlich längst überholt.

Trotzdem sind männliche Erzieher selten. Dabei gibt es durchaus gute Gründe, warum mehr Männer darüber nachdenken sollten, den Beruf des Erziehers zu erlernen und zu ergreifen.

Drei Gründe für eine Ausbildung zum Erzieher nennt der folgende Beitrag!

 

Grund 1: Als Erzieher wird es nie langweilig.

Zum Beruf des Erziehers gehört weit mehr, also die kleinen Schützlinge ein paar Stunden lang zu beaufsichtigen und zu unterhalten. Der Erzieher schlüpft im Verlauf eines Tages vielmehr in viele verschiedene Rollen. So ist er mal der Entertainer, der mit den Kids spielt und bastelt, mal der Vorleser, der die Geschichte vor dem Mittagsschlaf vorliest, mal der Trainer, der mit den Kindern Sport macht, mal der Tröster, wenn sich ein Kind verletzt oder mit einem anderen Kind gestritten hat, und mal einfach nur der große Freund, der zuhört und Fragen beantwortet.

Jeden Tag warten neue, spannende Aufgaben. Langweilig wird es also bestimmt nicht. Zudem muss ein Erzieher nicht zwangsläufig in einem Kindergarten arbeiten. Auch in beispielsweise Kindertagesstätten, Familienzentren, Kinderheimen oder Jugendeinrichtungen sind Erzieher im Einsatz.

Sie betreuen Babys und Vorschulkinder, kümmern sich um Jugendliche oder arbeiten mit behinderten Menschen. Insofern kann sich ein Erzieher nicht nur auf einen abwechslungsreichen Berufsalltag freuen, sondern sich selbst auch kontinuierlich weiterentwickeln und neue Talente an sich entdecken. Und ganz nebenbei bereitet er sich ideal auf sein eigenes Familienleben vor.

 

Grund 2: Der Erzieher übernimmt eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe.

Bei allem, was der Erzieher macht, ist er für seine Schützlinge immer eines: ein Vorbild. Die Kinder orientieren sich an ihm, lernen von ihm und eifern ihm nach. Damit bringt der Erzieher seinen Schützlingen nicht nur etwas bei, sondern unterstützt sie auch darin, ihre eigene Persönlichkeit zu entwickeln und ihren Platz in der Gemeinschaft zu finden.

Hinzu kommt noch ein weiterer Aspekt. Die Anzahl der Kinder, deren Mütter alleinerziehend sind, steigt kontinuierlich. Dies führt dazu, dass den Kindern oft eine echte männliche Bezugsperson fehlt. Genau diese Rolle kann der Erzieher ausfüllen. Damit leistet der Erzieher einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft. Dies hat übrigens auch die Regierung erkannt.

Deshalb stellt das Familienministerium viel Geld für Kampagnen zur Verfügung, die Männern den Erzieherberuf schmackhaft machen sollen. Zusammen mit den neuen Ansätzen und Blickwinkeln bei der Betreuung und Erziehung von Kindern, die Männer mit einbringen, profitieren so alle Seiten von männlichen Erziehern.

 

Grund 3: Der Erzieherberuf bietet beste Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Der Erzieherberuf ist grundsätzlich ein Beruf mit Zukunft. Denn heutzutage möchten oder müssen immer häufiger beide Elternteile arbeiten gehen. Hinzu kommt, dass die Eltern nicht nur einen Rechtsanspruch auf einen Platz im Kindergarten, sondern auch in der Kindertagesstätte für ihren Nachwuchs haben.

Viele Kinder besuchen bereits ab dem sechsten Lebensmonat Betreuungseinrichtungen. Dementsprechend groß ist der Bedarf an qualifiziertem Personal. Und weil sich sowohl viele Einrichtungen als auch viele Eltern neben weiblichen Vorbildern auch männliche Bezugspersonen wünschen, sind männliche Erzieher heiß begehrt. Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind damit hervorragend.

Falsch ist übrigens, dass der Erzieherberuf ein nur sehr geringes Einkommen einbringt. Verglichen mit der anspruchsvollen Aufgabe und der großen Verantwortung, die ein Erzieher übernimmt, könnte die Arbeit natürlich besser bezahlt sein.

Und wer reich werden möchte, trifft mit einem Job im sozialen Bereich wohl nicht die beste Wahl. Aber mit einem Einstiegsgehalt von durchschnittlich etwa 2.000 Euro brutto verdient ein Erzieher nicht weniger als beispielsweise ein Kfz-Mechaniker.

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